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Warum eine Webseite von hinten nach vorne gelesen wird

“Willkommen auf meiner Webseite. Bitte sehen Sie sich in aller Ruhe um” ist nett gemeint, aber kein Mensch sieht sich in aller Ruhe irgendwo um, wenn er im Netz gezielt nach einer bestimmten Dienstleistung sucht.

Eine Webseite, insbesondere die eines Dienstleisters, ist keine Broschüre. Die wenigsten Besucher werden sie so lesen. Die meisten werden sie überhaupt nicht lesen, zumindest nicht beim ersten Besuch. Die scannen sie kurz ein, die Augen fliegen von oben links nach unten rechts, nehmen gerade noch die fett ausgezeichneten Überschriften mit und klicken dann sofort auf den hoffentlich vorhandenen Link “Preise”. Das Ganze dauert Sekunden, dann ist unser Besucher schon auf der Seite des nächsten Anbieters, vergleicht Leistungen und Tarife und kommt dann eventuell mit etwas mehr Zeit zurück.

Eine Webseite wird oft auch gar nicht durch den Haupteingang betreten, sondern durch die Hintertür; d. h. der Besucher landet mit einer Suchanfrage wie Übersetzung Deutsch Italienisch auf einer der Unterseiten der Webpräsenz und klickt sich von da aus zu dem, was er wissen will, durch.

Die Blümchen auf der Hauptseite wird er sich also gar nicht ansehen und ob das Navigationsmenü aus bordeauxroten oder pflaumenfarbenen animierten Buttons oder schlichten Textlinks besteht, interessiert ihn auch nicht die Bohne. Er interessiert sich ausschließlich für Fakten, Leistungen, Konditionen und für den Preis, den er bezahlen soll. Wenn er an diese Informationen nicht intuitiv in wenigen Sekunden heran kommt, ist er weg. Recht hat er!

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3 Reaktionen zu “Warum eine Webseite von hinten nach vorne gelesen wird”

  1. UsualRedAntNo Gravatar

    Ola!

    Eine sinnvoll gestaltete Hauptseite sollte man dennoch haben. Schließlich wird sich kaum jemand die Mühe machen und seine Unter-Unter-Seiten bewerben. Die allermeisten Links, die andere auf eine Seite setzen, sind auch Verweise auf die Startseite.

    Eine oft besuchte Startseite ist daher auch nicht so selten, wie du es hier darstellst. So ist die Startseite des DHV mit 1,3 Prozent der Aufrufe mit Abstand die stärkste Unterseite.

    Klar gibt es starke Unterseiten, aber eine verständliche Benutzerführung von der Startseite zum Artikel können sie nicht ersetzen.

    Mit hanfigen Grüßen
    Steffen

  2. noltenolteNo Gravatar

    @Steffen,

    “Eine oft besuchte Startseite ist daher auch nicht so selten, wie du es hier darstellst. So ist die Startseite des DHV mit 1,3 Prozent der Aufrufe mit Abstand die stärkste Unterseite.”

    Ich habe das also mal etwas eingeschränkt und im Post das “wird in der Mehrzahl der Fälle auch gar nicht durch den Haupteingang betreten” durch “wird oft auch gar nicht durch den Haupteingang betreten” ersetzt.

    Allerdings: Das DHV ist natürlich schon mehr ein Portal, während ich hier ja den Dienstleister, Freelancer, Übersetzer, anspreche, der eine kleine Seite mit 3 – 5 Unterseiten betreibt, von denen im besten Fall jede für einen anderen Suchbegriff gefunden wird. Besonders viele für die Hauptseite eingehende Links gibt es gar nicht, ein paar Katalogeinträge und ein paar reziproke von Kollegen, das wars; beworben werden diese Seiten in der Regel auch eher selten.

    Das “oft” kann man also sicher so stehen lassen.

    Ciao,
    Dirk

  3. Thomas ErlNo Gravatar

    Ja das Verhalten der Besucher ist unergründlich. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein bestimmter Aufbau einer Webseite, manche Besucher ein bisschen länger auf einer Webseite verweilen lässt.

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