“Die Behauptung, Oboe spielen würde wegen des benötigten hohen Luftdrucks das Gehirn schädigen, ist falsch, da das Gehirn durch die Schädelbasis gegen den Luftdruck geschützt ist.” Da freuen wir uns für die Oboisten unter uns.
Das Übersetzen technischer Texte ist ein ziemlich eigenartiger, halb mechanischer/halb kreativer Prozess und wer schon einmal über einen längeren Zeitraum unter Hochdruck eine 1000-Zeilen Übersetzung nach der anderen zu bewältigen hatte und den bis zur Übelkeit führenden Widerstand kennt, den das Gehirn ab einem bestimmten Punkt zu leisten in der Lage ist, der weiß, wovon ich rede. Gut kann das auch nicht sein - und in den letzten Jahren nährt sich in mir der Verdacht verheerender Langzeitwirkungen dieses Effekts.
Unter den Oboisten gibt es sicher einige, die mehr als solide Handwerker sind. Bei technischen Übersetzern ist das anders: Sicher gibt es besonders gut ausgebildete, besonders erfahrene, möglicherweise auch besonders begabte Handwerker, aber Handwerker und Dienstleister sind und bleiben wir, mehr nicht.
Offenbar haben einige der von mir - nicht besonders liebevoll - Dinosaurier genannten, arrivierten Kollegen das irgendwie aus den Augen verloren. Von denen findet man in den diversen Übersetzer-Mailinglisten durchschnittlich an die 20 Posts am Tag, in denen die zu jedem Scheißdreck irgendwas Wichtiges zu sagen haben.
In der eigens für derartige Delirien eingerichteten Schwesterliste der größten italienischen Mailinglist für Übersetzer kratzen sich die verhinderten NobelpreisträgerInnen in schöner Regelmäßigkeit zu jedem nur erdenklichen Thema die Augen aus.
Ich versteh nicht, warum die nicht bloggen, bin überzeugt, das könnte denen helfen.
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October 1st, 2007 7:59 am
[…] - die ja im Netz arbeiten - so verhält, ist auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar - den zweiten sparen wir uns […]