“Woerterbuch.info startete 2004 als nicht kommerzielles Projekt …” schreibt die Computer-Bild.
Kurz mal hier einen Begriff eingeben und auf Suchen klicken. Richtig gut gemacht, wie die Sponsoren-Links gesetzt sind, kommt man kaum dran vorbei. 590.000 Seiten hat Woerterbuch.info am 27.02.2008 im deutschen Index.
“Nicht kommerzielles Projekt”. Prost!
Finde gerade bei google.de mit der Suchabfrage gazzetta ufficiale [Seiten auf Deutsch] auf der ersten Seite der Suchergebnisliste eine Google Buchsuche-Ergebnisseite: Italienische Mediensprache von Eckhard Römer.
Draufgeklickt und ins Staunen gekommen:

Der Text ist nicht Text, sondern Grafik und in dem Text, der nicht Text, sondern Grafik ist, sind die Suchbegriffe farblich hervorgehoben. Sicher gibt es eine ganz einfache Erklärung dafür. Nur, ich hab sie noch nicht.
Das Jahr 2008 ist von der UNESCO zum Jahr der Sprachen ausgerufen worden, das am 21. Februar mit dem Internationalen Tag der Muttersprache eröffnet wird, lese ich gerade in einer Pressemitteilung des Fachverbands für Übersetzer und Dolmetscher ATICOM.
tag: hygiene
“Microsoft hat eine Liste von Programmen veröffentlicht, die nach der Installation von Vista SP1 gar nicht oder nicht richtig laufen. So weit, so gut. Lustig ist allerdings, dass der Artikel, wie es auf den Knowledge-Base-Seiten häufig üblich ist, maschinell übersetzt wurde. Wohl deshalb findet man dort ein Programm wie den “Eisengeschwindigkeitsdesigner” von der Firma Eisengeschwindigkeit. Gemeint ist freilich der Ironspeed-Designer von Ironspeed …”
Artikel bei ZDNet.de
Wieder mal erst mit einer Woche Verspätung mitgekriegt, aber trotzdem noch kurz vermerkt:
Nach Millionenverlusten im Jahr 2007 wird der Brockhaus-Verlag zum 15.4.2008 mit einem werbefinanzierten, für den Nutzer kostenlosen Lexikonportal online gehen und setzt dabei natürlich (ciao Wikipedia) auf “Relevanz”, “Richtigkeit” und vor allem “Sicherheit“. Das Portal soll allen Menschen ermöglichen, “am relevanten, nicht manipulierbaren »Brockhaus-Wissen« teilzuhaben”. Die Chefredakteurin ist die ehemalige Redaktionsleiterin von »Brigitte.de« und »YoungMiss.de«.
Hier der Link zur Pressemitteilung von Brockhaus.
Weitere Links:
Handelsblatt Weblog: Der stille Tod des Brockhaus
Basic Thinking: Brockhaus goes online - Modell 19. Jahrhundert.
Golem: Online-Lexikon schlägt das klassische Vorbild - Erneut hat das Wissen der Massen die Spezialisten geschlagen: In einem Test, den der Stern in Auftrag gegeben hat, schnitt die Wikipedia deutlich besser ab als die Konkurrenz von Brockhaus. Überraschenderweise steht in dem Bürgerlexikon mehr Richtiges als im professionellen Nachschlagewerk. Dieses weist auch Mängel bei der Aktualität auf.
Gerade ein sehr kreatives Google-Ad auf einer meiner Seiten gefunden und schnell abfotografiert:

Oder vorher fragen mit wem man’s zu tun hat: Bei der Yahoogroup “Zahlungspraxis” (Link gibt’s nicht, findet Ihr ja wohl auch ohne), oder bei der Checklist (Link gibt’s gerne, nützt aber leider nur wenigen hier, weil italienisch), oder bei Payment Practices (nützt sicher vielen, weil international und tausende von Mitgliedern; Link gibt’s aber erst recht nicht, denn die Betreiber von Payment Practices sind vor einiger Zeit auf die Idee gekommen, ihre Kollegen, die selbst ja die Plattform über die Jahre aufgebaut haben, für die Teilnahme blechen zu lassen. Prost!
“Mehr als vier Millionen Menschen sind im Irak auf der Flucht oder haben das Land verlassen…
Besonders gefährdet sind Iraker, die für Amerikaner gearbeitet haben… Übersetzer, Fahrer, Sekretärinnen, Köchinnen. Sie gelten als Verräter …
Nur wenige haben es geschafft, ein Visum für die USA zu bekommen. 1600 irakische Flüchtlinge hat Amerika im vergangenen Jahr aufgenommen. Für das kommende Jahr hat das Außenministerium 12.000 Visa versprochen, aber bisher durften erst 375 Flüchtlinge kommen. Die Empörung darüber bleibt gering …”
Kürzlich drüber gestolpert und hier [
Spam bei Proz] erwähnt, dass Profil-Seiten von Proz offenbar zu massivem Suchmaschinenspam missbraucht werden.
Die Sache interessiert mich natürlich, daher habe ich folgende Mail an eine mir bekannte, bei Proz ziemlich engagierte Kollegin geschrieben (die hat das irgendwohin weitergeleitet, scheint da aber niemanden zu interessieren):
“Da die Proz-Forenseiten ja zur Indizierung durch Suchmaschinen freigegeben sind, wird Proz langsam auch bei der Terminologierecherche mit Google zu einem brauchbaren Instrument. Jeder ernsthaft recherchierende technische Übersetzer wird die Erfahrung schon gemacht haben: Die Eingabe eines Terms in einer Fremdsprache in Google.DE - Option “Seiten auf Deutsch” führt des öfteren zu einer schnellen Lösung auf die Foren-Seiten von Proz.
Es wäre daher schade, wenn die Domain Proz.com aufgrund des massiven Spams auf den Profil-Seiten Schaden nehmen würde. Bei Google läuft ja gerade die ganz große Abstraf- und Aufräumaktion. Seiten, Domains, die sich Manipulationen von Suchergebnissen durch verbotene, nicht den Richtlinien für Webmaster entsprechende Techniken, zu Schulden kommen lassen, werden nachhaltig bestraft und im Index ziemlich weit nach hinten gesetzt oder ganz rausgeschmissen.”
Hier noch mal der Link auf das Beispiel: http://tam.proz.com/profile/99386
Schon, was auf der Seite sichtbar ist, ist lustig, noch lustiger sind die aus dem Quelltext kopierten Keywords (11.200 Zeichen!). Scrollt mal kurz runter, ein paar Keys habe ich farblich hervorgehoben. “Take That” sind auch dabei, und ein Audi A2 TDI.
Proz! Prost!

“Im Staatswappen von Maryland ist ein seltsames Motto festgeschrieben: “Fatti maschii, parole femine” steht in altertümlichem Italienisch unter dem Wappenschild. Die Deutung ist umstritten - heutzutage interpretiert man den Spruch meist als “Sanft in den Worten, hart in der Tat”. Die wörtliche Übersetzung passt aber zu den Ergebnissen der Vorwahlen: “Worte sind weiblich, Fakten männlich.”
Steht jedenfalls in der Süddeutschen in einem Artikel zu den US-Vorwahlen.
Seitdem sich in meinem Feedreader die Blogs häufen, sind Zeitungen, Zeitschriften und sogar Bücher etwas ins Hintertreffen geraten.
Mit Raymond Chandler lande ich aber seit Ewigkeiten immer wieder im Bett. Am liebsten mit den Erzählungen aus “Erpresser schießen nicht”, die ich im Laufe der Jahre sicher an die 30 mal, vielleicht sogar öfter, gelesen haben. Die Übersetzungen sind von Hans Wollschläger (der letztes Jahr gestorben ist), Wulf Teichman, Urs Widmer - und einem der Komiker aus dem “literarischen Quartett”, der aber als Chandler-Übersetzer eine weitaus bessere Figur macht, als im TV. Über Hans Wollschläger muss ich ja wohl nichts sagen, aber auch Wulf Teichmanns Chandler-Übersetzungen sind Klasse-Übersetzungen - keine Frage.
Es gibt da allerdings eine Stelle in Wulf Teichmanns Übersetzung von Chandlers 1940 erschienenen erschienenem erschienenen “Farewell My Lovely”, da müssen dem Übersetzer irgendwie die Lampen aus gegangen sein:
“Fernes Bumsen von Musik wie das Scheppern eines Basses aus einem billigen Radio”.
Musik bumst nicht. Nicht von nah und nicht von fern. Bumsen ist was anderes. Und nichts liegt einem Bass ferner, als zu scheppern. Er kann wummern, dröhnen, sogar pumpen, aber scheppern tut er ganz bestimmt auch in einem billigen Radio nicht. Ich bin sicher, dass Raymond Chandler, der ja in Nebensätzen immer wieder mal ein paar Worte über den Jazz seiner Zeit verliert, einen Bass nicht scheppern lässt.
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