Irgendwann 2006 habe ich mich bei Xing eingetragen, das damals noch OpenBC hieß. Wollte mich einfach mal umsehen, verstehen, was das überhaupt ist und wozu es nütze sein könnte; habe ich derzeit nicht auf Anhieb verstanden, trotzdem kurz ein Profil erstellt, ein paar Daten hinterlegt und die Sache dann wieder vergessen, bis mich vor kurzem eine seit 20 Jahren nicht gesehene Cousine dort gefunden und Ihren Kontakten hinzugefügt hat.
Das war damit dann auch mein erster Kontakt. Wenig später das gleiche Spiel mit einer Übersetzerkollegin; unter deren Kontakten habe ich dann weitere Kollegen gefunden und schließlich habe ich selbst angefangen, nach (mir bekannten) Netzarbeitern, Spracharbeitern bei Xing zu suchen.
Auf meiner Profilseite auf einen Blick meine Kontakte, die Kontakte meiner Kontakte und Kontakte 3. Grades, außerdem zu meinem Profil passende Angebote, Anfragen und Hinweise auf aktuelle, zu meinen Profilschlagwörtern passende Diskussionen in Diskussionsgruppen. Aktivitäten meiner Kontakte innerhalb des Netzwerks werden mir (insofern von ihnen für mich freigegeben) angezeigt, neu hinzugefügte Kontakte vorgestellt, und so ganz langsam ist mir mit diesen ersten Bewegungen auf meiner Profilseite ein Licht aufgegangen, welches Potential da drin steckt und ich bin nahe dran, in den immer lauter werdenden Chor derer einzufallen, die singen, dass in den Communities, im Networking, die Zukunft liegt.
Immer wieder mal kommt in den deutschen Übersetzer-Mailinglisten die Frage an die Kollegen: “Ich habe heute in meinem Postfach eine Einladung zu Xing, LinkedIn, usw. erhalten. Habt Ihr sowas auch schon mal bekommen? Was ist das?” Worauf dann jedesmal nicht wenige im Brustton der Überzeugung antworten: “Sowas lösche ich jedesmal unbesehen aus meinem Posteingang”. (Jau, lösch Du mal!). Gut ist auch der gute Rat: “Bloß nicht anklicken!” Übersetzungsagenturen wird das freuen, aber nicht mehr lange.
Wer im Netz langfristig und regelmäßig Aufträge sucht und zu vergeben hat, sollte sich einfach mal eintragen, seine Profildaten hinterlegen, wie er das ja bei Proz, beim Übersetzerportal (gegen Bezahlung) oder bei Babelport oder … auch tut - und die Sache dann erstmal wieder vergessen.
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Hier mein (öffentliches) Xing-Profil
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