Zur allgemeinen Belustigung hat eine Übersetzerkollegin kürzlich den Link zur Seite www.tech-faq.com und folgenden dort gefundenen Text in einer der größeren deutschen Übersetzer-Mailinglists gepostet:
Erhöht Rate erneuern sich verringern zu flackern
und verringern dadurch Auge Belastung für einen
Projektor. Wegen dieses ist es ratsam, Monitoren
zu kaufen, die eine Aufflackernrate zwischen 75 und 85 Hz haben.Alles klar, oder?
![]()
Nicht ganz: Von diesen Seiten fliegen Tausende im Netz rum und oft ist schon der Originaltext maschinell generiert. Man nennt sie MFA-Seiten (= Made for AdSense). Sie haben nur einen Zweck: Möglichst viele Suchbegriffe abzudecken, möglichst viele Besucher darüber anzuziehen und möglichst viele Klicks auf die dort geschaltete Pay-per-Click-Werbung einzufahren. Es gibt Seiten dieser Art, die bringen es auf zigtausend Seitenaufrufe am Tag. Ihre Betreiber stecken sich locker ein paar Tausend Euro am Tag in die Taschen (die pflegen ja nicht nur diese eine, sondern zahlreiche Webpräsenzen, für die Millionen von Unterseiten ins Netz gepumpt werden).
Warum sollten die wohl dafür bezahlen, mal eben schnell 10 weitere Sprachversionen von dem Müll zu erstellen, wenn sie mit 10 Mausklicks zum gleichen Ergebnis kommen?
Einen kleinen Schritt weiter geht woxikon.de, eine Seite, die nicht nur von AdSense, sondern auch vom Linkverkauf lebt: Die leisten sich sogar einen Übersetzer [hier der Link zur Seite der freien Mitarbeiter
http://www.woxikon.de/partner.php]. Die “Honorarübersicht” des das Projekt betreuenden Übersetzers möchte ich hier nicht verlinken; die zu finden, sollte aber nicht schwer sein = ab 0,32 Euro/Normzeile, 14,- Euro/Std. Wenn er 2 Stunden arbeitet, kann er 1 Stunde die Babysitterin bezahlen. Oder er versuchts mal hier: Übersetzer mit hauswirtschaftlichen Fähigkeiten gesucht.
January 14th, 2010 11:48 am
[...] hab’s an anderer Stelle MFA – Made for AdSense schon beschrieben: An der Qualität, weder des Ausgangstextes, noch der Übersetzung, liegt [...]