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Linkpopularität für Übersetzer und Dolmetscher

Auf eine Website verweisende Links sind – inzwischen weiß das jedes Kind – einer der wichtigsten Faktoren für deren Positionierung in den Ergebnislisten der Suchmaschinen. Ganz egal, was eine Website an herausragenden Inhalten zu bieten hat und ganz egal, wie spektakulär diese aufbereitet sind: Wenn keiner hinlinkt und sich in der Hinsicht langfristig nichts tut, gehen die Suchmaschinen davon aus, dass sie uninteressant ist und stellen sie ganz hinten an.

Das Erarbeiten von Linkpopularität [meine öffentlichen Bookmarks zum Thema Linkbuilding] ist so zum wesentlichen Faktor der modernen Suchmaschinenoptimierung geworden; man spricht dabei von der Offpage-Optimierung einer Webpräsenz.

In den ersten 10-15 Jahren des Web hat man sich dabei zuerst Web-Katalogen, als die in Ungnade fielen, Artikelverzeichnissen, danach Presseportalen und Social-Bookmark-Diensten zugewandt, aber langsam ist auch dem letzten klar, dass man allein damit nicht mehr allzuweit kommt; abgesprochener reziproker Linktausch wird früher oder später erkannt, die Links abgewertet.

Links sind die Währung im Web. Man kann sie kaufen/mieten (das Vermieten ist ein Bombengeschäft und wenn man’s richtig anstellt mehr wert, als eine Freelancer-Rente), aber Vorsicht, lasst Euch nicht dabei erwischen: Linkkauf und -verkauf werden als Manipulation gewertet und abgestraft, darin verwickelte Websites (wenn sie auffliegen) ganz hinten angestellt.

Am besten ist es also immer, regelmäßig natürliche Links einzufahren. Stellt sich nur die Frage: Wer sollte aus welchem Grund und aus eigenem Antrieb einen Übersetzer oder Dolmetscher verlinken, der auf ein paar statischen HTML-Seiten sein Leistungsangebot präsentiert? Natürlich niemand! Derartige Websites ziehen meist nicht einen einzigen Auftrag an Land, liegen in fast allen Fällen jahrelang tot auf ihren Servern, ohne dass jemals von anderer Seite dorthin verwiesen würde.

Was bleibt also? Im Internet gilt wie im richtigen Leben: Wer investiert, bekommt irgendwann zurück. Wer rumgeht, andere trifft, sich in seinem Umfeld, für seine Sache engagiert, von dem wird gesprochen. Heißt im Netz: Wer die Gedanken, die er sich zu seiner Arbeit und deren Bedingungen macht, weitergibt, Wissen teilt, oder auch nur irgendwelche Episoden zum Besten gibt und dabei andere zitiert (verlinkt), der wird irgendwann ganz natürlich ebenfalls zitiert. Das klappt sogar, wenn man nur Blödsinn schreibt, manchmal gerade dann besonders gut.

Ich hab’s hiermit jedenfalls mal wieder getan, grüße noch freundlich eine kürzlich ins Rennen gegangene Dolmetscherin in Mailand und seile mich ganz tief ins Sommerloch ab.

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