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Die Google Sandbox

Ein vieldiskutiertes Phänomen, über das keiner genaues weiß und das von Google weder eindeutig dementiert noch eindeutig bestätigt wird, ist die Google Sandbox.

Betroffen sind neu registrierte Domains. Angesichts der Größe und des rasenden Wachstums des Google-Index und sicher auch, weil es sehr viele sehr kurzlebige Webangebote gibt, landen neue Domains heute erstmal für bis zu 1 Jahr und länger in der sogenannten Sandbox, d. h., sie werden, solange sie da drin sind, für starke Keywords gar nicht gelistet.

Ich selbst werde momentan mit 2 von mir betreuten Webprojekten auf die Sandbox-Folter gespannt. Beides neu registrierte Domains (September 2006, März 2007), beide ranken für Long Tail Keywords, aber nicht für härter umkämpfte Suchbegriffe (mehr als ~1.000.000 Suchergebnisse).

internetmarketing-news.de fasst den Stand der Dinge wie folgt zusammen:

- die Sandbox betrifft neue Domains
- ein Filter muss zum Tragen kommen damit die Sandbox zuschlägt
- alle neuen Seiten kommen in eine “Probe-Kategorie”
- die Zeit soll zeigen wie die User auf eine neue Seite reagieren und Links gesetzt werden
- keine Verbindung zu AdWords oder ähnlichem
- die Probezeit kann von 6-12 Monate variieren
- es gibt Ausnahmen wenn Seiten Qualitäts-Backlinks erhalten

Offenbar ist die Google Sandbox keine eigenständige Komponente des Google Algorithmus, sondern ein Effekt, der durch das Zusammenwirken zahlreicher anderer Algorithmen zustande kommt.

Yi Shi [webmaster-verzeichnis] gibt u. a. folgende Tipps zum Umgehen der Sandbox:

Linktext variieren

Keine hart umkämpften Suchbegriffe wählen
(Die Bewegungen bei härter umkämpften Suchbegriffen/Suchphrasen (mehr als 1.000.000 Suchergebnisse) werden von Google strenger überwacht.)

Keine starken Links setzen

Langsamer natürlicher Linkaufbau
2 – 3 Links pro Monat reichen für den Anfang (für eine Übersetzer-Webpräsenz) völlig aus.

“Die beste Maßnahme gegen den Sandbox Effekt ist aber immer noch, eine Domain im voraus zu registrieren und Monate später erst das eigentliche Projekt draufzupacken …” (den kannte ich auch noch nicht!)

Google selbst findet die Spekulationen offenbar lustig: Irgendwo habe ich gelesen, dass der Volleyballkäfig auf dem Campus unter Mitarbeitern neuerdings “die Sandbox” heißt.

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4 Reaktionen zu “Die Google Sandbox”

  1. MalteNo Gravatar

    Ein Sandboxartiger Filter kann auch alte Domains treffen wenn man Links zu schnell aufbaut und die Härte des Filters für einen Suchbegriff würde ich nicht anhand der Suchergebnisse festmachen.
    Besonders das Thema ist hier wichtig (“private Krankenversicherung” ist z.B. Filter-gefährdeter als “Tokio Hotel”).

  2. noltenolteNo Gravatar

    Danke für die Ergänzung, Malte,

    die Anzahl der Suchtreffer ist nach meinem Gefühl bisher doch ein ausschlaggebender Faktor dafür, ob und wie hart der/die Filter greifen. Wir bewegen uns hier ja ausschließlich auf dem immer noch relativ übersichtlichen Suchmarkt für technische Übersetzungen, immer das gleiche Thema also.

    Die 1.000.000 Grenze ist ein persönlicher Erfahrungswert für diesen speziellen Markt. Die beiden o. g. neuen Domains wurden für Suchanfragen, die weniger als 1.000.000 Treffer erzielen, kurz nachdem die Seiten online gegangen sind (September 2006, März 2007) gelistet, bei mehr als 1.000.000 Suchergebnissen ist bis heute nichts von ihnen zu sehen.

    Sicher sind zwei Domains aber auch etwas wenig, um daraus verlässliche Schlüsse zu ziehen. Mal sehen, wie es weitergeht.

  3. Liebe SEO-Prinzen

    [...] Doch Elena D. hat ein Problem: Sie sitzt seit fast einem Jahr in der Sandbox. [...]

  4. Elema Doria, Uebersetzung und Dolmetschen Italienisch « no web no blog no factory

    [...] neue Domain ist, wie viele, erstmal in der Sandbox gelandet. Der Linkaufbau wurde beständig weiter betrieben und langsam scheint sich endlich was zu [...]

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