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Der Supplemental Index

Supplemental Index – Was ist das?

Angeblich umfasst der Google-Index zur Zeit mehr als 10 Milliarden Webseiten. (Schätzungen gehen davon aus, dass im sogenannten Deep Web, dem nicht von Suchmaschinen indexierten Teil des Webs, um die 500 Milliarden Webseiten liegen.)

Mit der Abfrage “site:domain.tld” (tld = Top Level Domain = *.de, *.com, *.org, …) kann man feststellen, welche Seiten der eigenen (oder jeder anderen) Domain im Google-Index sind.

Am Ende (letzte Seite der von Google für diese Anfrage ausgegebenen Ergebnislisten) finden wir den Hinweis:

“Um Ihnen nur die treffendsten Ergebnisse anzuzeigen, wurden einige Einträge ausgelassen, die den bereits angezeigten Treffern sehr ähnlich sind.
Sie können bei Bedarf die Suche unter Einbeziehung der übersprungenen Ergebnisse wiederholen.”

Diese übersprungenen Seiten sind im sogenannten Supplemental Index gelandet, den Google 2003 eingeführt hat. Sie erscheinen bei Suchabfragen nicht in den Ergebnislisten.
Die Abfrage “site:domain.tld ***-yxcvbn” (hinter dem Bindestrich kann eine beliebige Zeichenfolge stehen, Hauptsache, sie kommt auf der Seite nicht vor) gibt die Seiten einer Domain aus, die im Supplemental Index sind.

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Supplemental Index – Wie komme ich da rein?

Google erkennt Seiten mit geringem Mehrwert, d. h. Seiten mit wenig oder gar keinen Inhalten (“under construction”) genauso wie Seiten mit doppelten Inhalten = Duplicate Content. Das Problem Duplicate Content stellt sich aber nicht nur bei den Textinhalten selbst, sondern auch und vor allem im Zusammenhang mit dem Title-Tag und dem Meta-Description-Tag im Head der einzelnen Seiten. Wer bei allen 10 Seiten seiner Webpräsenz den Namen seines Angebots/seiner Firma (XYZ-Translations) in den Title-Tag setzt, oder für alle Unterseiten denselben Seitenbeschreibungstext verwendet, landet ziemlich sicher mit 9 davon im Supplemental Index.

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Supplemental Index – Wie komme ich da wieder raus?

Wer verstanden hat, wie er da reingekommen ist, weiß auch wieder rauszukommen:

Unterschiedliche Title-Tags und Description-Tags für alle Unterseiten der Domain vergeben. Im besten Fall für jede Unterseite ein anderer relevanter Suchbegriff.

Interne Verlinkung prüfen. Jede Seite sollte mit 2 Klicks erreichbar sein. Betroffene Seiten möglichst mehrfach verlinken.

Etwas Content für inhaltsarme oder inhaltsleere Seiten aus den Fingern saugen.

Duplicate Content: Umformulieren!

Deep Links = auf (betroffene) Unterseiten verweisende Links von anderen Webseiten können auch nicht schaden.

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Most Commented Posts

3 Reaktionen zu “Der Supplemental Index”

  1. MalteNo Gravatar

    Unterschiedliche Title und Description sollte eigentlich Standard sein. Wenn du genug Deeplinks hast ist es auch egal wenn eien Seite mit mit 2 Klicks erreichbar.

  2. Old School SEO-Faktoren sind zurück! - SEO Blog

    [...] Titel und Description auf jeder Seite der Domain ist die Chance um einiges besser um nicht in den Supplemental Index zu [...]

  3. Übersetzer-Blog » Bloggen und nachbloggen

    [...] dieses, für Webseitenbetreiber äußerst wichtige Instrument, vor 1 Monat noch hier im Suchmaschinen-Workshop besprochen, nicht mehr zur Verfügung stehen soll, versteht momentan noch [...]

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