Adatrad-Blog

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Facebook-Pages für Übersetzer

Immer wieder tauchen in einer der größeren deutschen Übersetzer-Mailinglists falsche Fragen und falsche Antworten im Zusammenhang mit Facebook auf. Besonders irritierend scheint dabei das Konzept der Facebook-Pages zu sein.

Facebook stellt drei unterschiedliche Kommunikationsplattformen zur Verfügung seiner Nutzer.

Facebook-Profile, Facebook-Gruppen, Facebook-Pages

1. Facebook-Profile

Inhalte des Facebook-Profils eines Nutzers bekommen nur diejenigen angemeldeten Nutzer zu sehen, die mit dem Inhaber des Profils “Freundschaft” geschlossen haben, d. h. sie haben in einer privaten Nachricht um die Facebook-Freundschaft gebeten und der Inhaber des Profils hat akzeptiert, oder umgekehrt. Die Anzahl der Freunde ist auf 5000 begrenzt. Alle anderen sehen nur Folgendes.

2. Facebook-Gruppen

Die in Facebook-Gruppen abgelegten Inhalte können alle Facebook-Nutzer einsehen, aber nur diejenigen Nutzer, die der Gruppe beigetreten sind, können Beiträge, Kommentare dort ablegen; der Beitritt muss nicht genehmigt werden, dem Gruppengründer stehen aber natürlich diverse Moderationsfunktionen zur Verfügung.

3. Facebook-Pages

Am interessantesten ist sicher das Konzept der Facebook-Pages. Facebook-Pages sind öffentlich, d. h. jeder, nicht nur der angemeldete Nutzer, kann alle auf einer Facebook-Page abgelegten Inhalte einsehen. Ursprünglich hießen diese öffentlichen Pages Fan-Pages und vornehmlich Personen und Gruppen des öffentlichen Lebens präsentierten sich dort (oder werden dort von anderen, die die entsprechende Page angemeldet haben, präsentiert). Zum Beispiel Joseph Beuys.

Aber man muss nicht Beuys oder einer seiner Erben sein, um eine öffentliche Page anzulegen, jeder Facebook-Nutzer kann mehrere eigene Pages anlegen und veröffentlichen. Firmen, Organisationen, Vereine, Parteien, Geschäftsleute, Dienstleister betreiben heute Facebook-Pages und heute wird der Begriff Fan von FB ausdrücklich nicht mehr verwendet, um eben auch unbedeutendere Menschen zum Anlegen einer öffentlichen Page für ihre Projekte, Geschäfte zu animieren.

Auch Übersetzer und Dolmetscher können natürlich Pages anlegen, veröffentlichen und entsprechende, dorthin zielende Werbung schalten. Hier als Beispiel eine unserer Facebook-Pages, die allergings, obwohl bereits vor 2 1/2 Jahren schon vorsorglich registriert, (immer noch) leer ist, da unsere bei Facebook geschaltete Werbung auf entsprechende eigene Websites verweist: adatrad Facebook-Page. Man kann da natürlich eine Menge mehr über sich, sein Projekt, sein Angebot erzählen, Bilder, Videos usw. hochladen, sicher interessant auch für Anbieter die keine eigene Website betreiben.

dolmetscher-fb-screenshotDie Werbe-Ads (Beispiel links) erscheinen in der rechten Spalte von Profilen, Gruppen und Pages. Man kann ein 110 x 80 Pixel großes Bild hochladen, einen Titel und einen Beschreibungstext von 135 Zeichen vergeben. Das Keyword-Prinzip funktioniert hier umgekehrt, basiert auf dem, was der Besitzer eines Profils dort so von sich gibt, bzw. auf dem, was in einer Gruppe von den angeschlossenen Mitgliedern zum Besten gegeben wird. Man kann die Zielgruppe also sehr genau definieren, d. h. sehr genau festlegen, wo und wem die Werbung angezeigt werden soll. Das macht die Sache (im Moment noch) ziemlich preisgünstig und effektiv.

Viele sind ja fest davon überzeugt, sie wären morgen nicht im Facebook; ich kann mir aber absolut nicht vorstellen, dass ich die in den nächsten Jahren nicht auch alle dort treffen werde. Hat keinen Sinn, fürchte ich. Möglicherweise heißt es morgen nicht mehr Facebook, aber am Prinzip Facebook geht kein Weg mehr vorbei. Kein Zweifel: “Es gibt kein Zurück in die Zeit vor Facebook”.

Lesenswerter Artikel von Katrin Passig: Standardsituationen der Technologiekritik.

Prokrastination. Übersetzungen prokrastinieren.

Vor ein paar Tagen habe ich den Auftrag angenommen, ungefähr das gesamte Tourismusangebot des Nordostens Italiens zu übersetzen. Von der Curling-Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo (interessant: Der einzige Ort der Welt, an dem es den speziellen Granit, aus dem der Stone, der Eisstock gemacht wird gibt, ist eine kleine schottische Vulkaninsel 10 Meilen vor der Küste [...]

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Urheberrecht. Die Sache mit dem Copyright.

Viel geredet wird seit einiger Zeit über das Copyright, gerne auch von Leuten, die das Problem gar nicht verstanden haben, weil sie den Lebens-/Arbeitsbereich, in dem das alte Copyright an seine Grenzen stößt und großen Schaden anrichtet, von innen gar nicht kennen. Es gibt ihn ja auch erst seit einigen Jahren. Hat keinen Sinn, hier [...]

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DoingText. Texte online bearbeiten.

Vor ein paar Tagen bin ich auf einen neuen Service gestoßen, der mich begeistert: DoingText DoingText wurde kürzlich auf dem Berliner Webmontag präsentiert. Regine Heidorn, Webdesignerin und CSS-Spezialistin war da und hat mich später zum Testen eingeladen*. Für mich und meine Art im Netz zu arbeiten ist DoingText genau das Richtige. In das Fenster auf [...]

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Digitale Ressourcen

Das spektakuläre Video “Web 2.0 … The Machine is Us/ing Us” des US-amerikanischen Anthropologen Michael Wesch habe ich vor gut einem Jahr schon einmal verlinkt. Inzwischen gibt es einige neue Videoprojekte, die Michael Wesch auf YouTube abgelegt hat. Für Übersetzer interessant sind wahrscheinlich “A Vision of Students Today” und “Information R/evolution“. Michael Wesch: A Vision [...]

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Twitter. Schnelle neue Welt

Und dann gibt’s da noch Twitter. Eccomi: Da schießt man ab und an ein paar Sätze ab (die man sogar in seine Website importieren kann – siehe mal kurz hier; und dann gibt es Leute, die einem folgen (follower) und Leute denen man selbst folgt. Die finden sich auch wieder wie von selbst auf den [...]

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Überleben im Netz

Kleiner Hinweis auf das Blog SEO 2.0 und den gerade dort erschienenen, sicher auch für Übersetzer interessanten Artikel 20 ways to survive as a freelancer working on the web. Korrekter Hut. Korrekter Text: Tadeusz Szewczyk of onreact.com, Germany’s most notorious white hat SEO.

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StumbleUpon. Hanging around im Web 2.0

StumbleUpon. Der Kaffepausenklick als Tor zur Welt … oder besser: Als Tor der Welt zum User. Funktioniert so: StumbleUpon-Toolbar (Firefox, Internet Explorer) installieren, kostenlosen Account zulegen und Themengebiete angeben, aus denen die von StumbleUpon vorgeschlagenen Websites kommen sollen. Durch einen Klick auf die Toolbar-Schaltfläche “Stumble” ruft man sie auf, auf einer weiteren Schaltfläche kann man [...]

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Networking: Facebook

Facebook Im Gegensatz zu Xing, wo es mehr um Geschäftskontakte geht, zeigt man im Facebook etwas mehr Gesicht. Sich da zurecht zu finden ist anfangs nicht ganz einfach, da die zur Verfügung stehenden Applikationen derart zahlreich sind, dass man sie erstmal finden (und in sein Profil integrieren) muss. Mir hat ein Artikel im Datenschmutz-Blog geholfen: [...]

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Networking: XING

Xing Irgendwann 2006 habe ich mich bei Xing eingetragen, das damals noch OpenBC hieß. Wollte mich einfach mal umsehen, verstehen, was das überhaupt ist und wozu es nütze sein könnte; habe ich derzeit nicht auf Anhieb verstanden, trotzdem kurz ein Profil erstellt, ein paar Daten hinterlegt und die Sache dann wieder vergessen, bis mich vor [...]

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