Ein Wort zu Billiganbietern von Übersetzungen vorab…
Über den mechanischen Übersetzungstürken Tolingo habe ich ja schon mehrfach geschrieben, kürzlich auch das Handelsblatt: “75 Prozent der Übersetzer in Deutschland sind Freelancer, die sich bisher in Eigenregie um ihre Aufträge kümmern mussten. Das ist nun anders: Tolingo liefert ihnen ihre Jobs frei Haus”, ist dort in einer Ausgabe vom April 2010 zu lesen. Das ist natürlich, wie so ziemlich alles in dem dort veröffentlichten Artikelchen, völliger Blödsinn: Bis auf einen verschwindend geringen Teil kriegen freiberufliche Übersetzer ihre Aufträge schon immer fast ausschließlich von Agenturen frei Haus geliefert. Wenn das nicht so wäre, würde es Tolingo gar nicht geben.
Genauso blödsinnig ist das Gefasel von neuen Wegen und Konzepten Tolingos (“Die Übersetzerbranche geht online”): Die Automatisierung, nicht nur der internen Abläufe, sondern auch der Auftragsabwicklung selbst, ist weder neu noch einmalig. In den Kommentaren zu den eingangs verlinkten früheren Posts über Tolingo haben sich diverse Agenturen gemeldet, die schon seit Jahren mit der gleichen technischen Ausrüstung ihre Dienstleistungen anbieten. Mehr als ein paar Javascripts und ein bisschen PHP sind nicht erforderlich, um einen Text online einzulesen und unter Berücksichtigung einiger vom Nutzer angegebener und/oder voreingestellter Parameter die Kosten für dessen Übertragung in eine andere Sprache zu berechnen und nach ein paar Sekunden auszuspucken. Das einzig Neue an Tolingo ist das aggressive online-Marketing, das allwöchentliche Bombardement aller möglichen Plattformen und Portale mit Pressemeldungen, die seit mehr als zwei Jahren unermüdlich die Geschichte von der Revolutionierung der Übersetzungsbranche verkaufen, der auch das Handelsblatt aufgesessen ist.
Wer die Kosten für die Optimierungskampagne für die organischen Suchergebnisse, für Linkkauf und AdWords-Werbung für alle erdenklichen Sprachkombinationen (siehe Screenshot links vom 22.08.2010, Suchabfrage Übersetzung Italienisch) einigermaßen einschätzen kann, weiß sowieso, dass da nicht mehr als 50% für den Übersetzer übrigbleiben können, der sich diese 50% allerdings noch mit einem Lektor teilen muss – jaja, die Legende vom Lektorieren… – deshalb machen die Tolingos da auch gar kein Geheimnis draus: “Gut 50 Prozent des Honorars für die Übersetzungsarbeit – von der SMS einer Spanierin an ihren Geliebten für 5,95 Euro bis zum Handbuch eines Exportunternehmens für 15.000 Euro – teilen sich Übersetzer und Korrektor”. Das wären, wenn Tolingo hält, was es in seinen AdWords-Anzeigen verspricht, 2 Cents pro Wort für hochqualifizierte Übersetzungen aus dem Italienischen ins Deutsche.
Laut Handelsblatt haben sich bereits 2.500 Übersetzer mit den paar Cents einverstanden und bereit erkärt, die online-Kampagnen und das “Loft in Hamburg Altona” zu finanzieren, wobei ich davon ausgehe, dass SMS-Nachrichten, Lebensläufe und andere Kleinstaufträge von Privaten, die selbstverständlich ohne Minimumpauschale abgewickelt werden, eher die Regel sind, als 15.000 Euro schwere Übersetzungen technischer Dokumentationen – den Produktmanager möchte ich sehen, der ohne den direkten Kontakt und das persönliche Verhältnis zum Auftragnehmer zu suchen, einen 15.000 Euro-Auftrag vergibt. Mal sehen, wie es weiterläuft. Ob man auf unserem inzwischen extrem engen Markt langfristig ein Bein an die Erde kriegt oder nicht, entscheidet ja nicht die Anzahl der Erstkunden, sondern die Anzahl derer, die wiederkommen. In zwei drei Jahren wissen wir’s.
Ich habe gar nichts gegen die Firma Tolingo, im Gegenteil: Das Guerilla-Marketing mit dem Slogan “Übersetzungen 2.0” beeindruckt mich sogar, das gebe ich gerne zu. Ich habe auch gar nichts gegen Übersetzer, die Aufträge für 2 Cents/Wort annehmen; bevor ich alten Frauen die Handtaschen klaue oder Harz IV beantrage, würde ich auch das tun (möglicherweise tun Tolingo-Übersetzer beides…) – und dem Handelsblatt kann ich nur ein gutgelauntes “Prost, Ihr Pappnasen” senden.
In der größten deutschsprachigen Übersetzer-Mailinglist (1.500+ Mitglieder) äußerte eine Handvoll Kollegen kürzlich ihren Unmut über die ihnen von Tolingo angebotenen Preise und Konditionen, die anderen (irgendwo müssen die 2.500 ja herkommen) haben lieber den Mund gehalten. Ein offenbar ebenfalls ziemlich gutgelaunter Kollege, der hier nicht genannt werden möchte, hat die Sache auf die Schulter genommen, auf die man solche Sachen nur nehmen kann und mir erlaubt, nachfolgenden, in die Liste gesandten “Leserbrief ohne Aussicht auf Veröffentlichung” hier zu publizieren. Wer sich bis jetzt noch nicht totgelacht hat, hat hier noch einmal Gelegenheit dazu:
“Liebes Handelsblatt!
Vielen Dank für Ihren äußerst interessanten Artikel. Wir sind von der Geschäftsidee so begeistert, dass wir daran denken, einen ähnlichen Dienst für Zeitungsverlage und Journalisten einzurichten.
Wir – eine Sekretärin, eine ausgebildete Krankenschwester und ein Theologiestudent – haben zwar ebenso wenige Kenntnisse auf dem Gebiet des Journalismus wie die Betreiber von Tolingo vom Übersetzen, aber Fachkenntnisse sind ja auch gar nicht erforderlich, wie der Erfolg der genannten Firma zeigt.
Ich möchte Ihnen an einem Beispiel kurz schildern, wie wir uns die Funktionsweise vorstellen: Ein Zeitungsverlag braucht einen Bericht über die Eröffnung einer Kunstausstellung oder den Amtsantritt des neuen Bürgermeisters. Dieser Verlag kann diesen Auftrag dann bei uns ausschreiben, und die Journalisten können sich darum bewerben.
Wir wollen aber noch darüber hinaus gehen und das Ganze in Form einer Versteigerung durchführen. Die registrierten Journalisten erhalten eine Mitteilung über einen neu ausgeschriebenen Auftrag und besuchen die virtuelle Versteigerung auf unserer Homepage. Dort beginnt eine Uhr bei 0 Euro zu ticken, wobei der angezeigte Preis allmählich zunimmt – also umgekehrt wie bei einer holländischen Blumenversteigerung. Ist der Zeiger dann z.B. bei 35 Euro angekommen und damit der Auftrag für einen der teilnehmenden Journalisten interessant geworden (z.B. weil die Kunstausstellung gleich bei ihm um die Ecke ist), dann kann er “zuklicken”, um den Auftrag zu erhalten (17,50 Euro für den Journalisten, 17,50 Euro für unsere Firma).*
Wir möchten uns nochmals recht herzlich für diesen Artikel und die darin geschilderte tolle Geschäftsidee bedanken!”
* Ich hab so den Verdacht, der Handelsblattartikel könnte genauso zustande gekommen sein.
Auch nicht schlecht, die Idee des smarten, menschlichen Übersetzungsdienstleisters Tomedes, der seinen Kunden jetzt anbietet, selbst den Preis für eine bestellte Übersetzung zu nennen:

Und so geht’s:
Der Kunde sendet die zu übersetzenden Texte per Datei-Upload und erhält das beste Angebot.
Erscheint dieses ihm zu hoch, gibt Tomedes ihm die Möglichkeit, den Preis, den er für die Übersetzung zahlen möchte, selbst zu bestimmen.
Der Kunde bestellt die Übersetzung zu dem von ihm festgelegten Preis.
Daraufhin wird der Auftrag unter angeschlossenen Übersetzern und auf was weiß ich welchen Kanälen “versteigert” und geht an den Niedrigstbietenden.
In dem Fall, dass für den festgelegten Preis kein Übersetzer zu finden ist, wird der Kunde benachrichtigt. Ich wette aber, dass das noch nicht vorgekommen ist.
Downturn, Upturn oder Status Quo fragt Global Watchtower.
277 freiberufliche Übersetzer weltweit wurden zum Verlauf des vierten Quartals 2008 befragt. Für 3/4 der Teilnehmer ist das Quartal trotz allgemeiner Krise “gut” oder “zufriedenstellend” verlaufen; eine “große Anzahl” räumte allerdings ein, sich hinsichtlich der Preise unter Druck zu fühlen. Trotzdem gaben mehr als 3/4 der Befragten an, ihre Preise im kommenden Quartal nicht senken zu wollen. Eine Zusammenfassung gibt’s auf der Global Watchtower Website. Registrieren, einloggen und die kostenlose Kopie des Umfrageergebnisses herunterladen.
Via Corinne McKay
Rund 700 EU-Übersetzer gehen in den nächsten Jahren in Rente. Bis 2015 wird ca. ein Drittel allein der englischen Muttersprachler abtreten. Aber auch Dolmetscher mit Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch als Muttersprache werden bald fehlen.
Einstiegsgehalt 5000 Euro netto! Na, ist das was?
Anfang Dezember haben wir hier eine kleine Umfrage im Zusammenhang mit aufgrund der Finanzkrise unter dem Vorwand der Finanzkrise um Preisermäßigungen bittenden Agenturen veranstaltet. Die gleiche Umfrage haben wir auch in unserem italienischen Übersetzerforum durchgeführt.
Die Teilnahme war zwar ziemlich zurückhaltend – insgesamt wurden 170 Stimmen abgegeben (obwohl die entsprechenden Unterseiten über 2000 mal besucht wurden; komisch, wär doch nur ein Klick gewesen) – die Haltung der Kollegen, sowohl in Deutschland, als auch in Italien, ist jedoch eindeutig.
96% sagten “Nein, ich bleibe bei meinen Preisen”, nur 4% wären bereit, der Agentur entgegen zu kommen.
Wir haben den Agenturen, die sich mit der Bitte 2009 einen geringeren Zeilenpreis zu akzeptieren an uns gewandt haben, abgesagt. Der Grund: Weil wir es uns leisten können.
Wir wissen aber auch, dass die große Mehrheit insbesondere der jüngeren Kollegen, deren Bewerbungen jeden Tag in unserer Mailbox landen, sich das absolut nicht leisten kann und nicht leisten wird. Ich gehe davon aus, dass sich bei dieser Umfrage und in den Kommentaren dazu nur diejenigen zu Wort gemeldet haben, die es sich ebenfalls leisten können.
Eine andere Erklärung habe ich für das Umfrageergebnis angesichts der Marktentwicklung in den letzten 2 Jahren nicht. Man muss sich ja nur mal mit für das eigene Angebot relevanten Suchphrasen umtun und die geschalteten AdWords-Kampagnen ansehen…
2008 haben wir von direkten (Neu-)Kunden aus Deutschland, der Schweiz, Österreich (Aufträge aus Italien kommen für uns schon seit einigen Jahren nicht mehr in Frage), nur ca. 20% der Aufträge erhalten, für die ein Angebot angefordert wurde. 2007 waren es noch 40%. Sicher ist diese Entwicklung insbesondere in unserem Bereich (technische Dokumentationen) besonders ausgeprägt, in dem viele Aufträge von mittelständischen und inzwischen sogar kleinen Unternehmen kommen, die auf den europäischen Markt drängen, denn für einen kleinen Software- oder Gerätehersteller, der in Italien verkaufen will, ist es natürlich ein Unterschied, ob er die allfälligen Übersetzungen seiner Dokumentationen ins Italienische für 5.000 oder für 4.000 Euro erhält.
Wir sind der Auffassung, dass man die gegenwärtige Entwicklung nicht einfach ignorieren kann und haben uns entschieden, unsere Preise für Agenturen 2009 nicht zu erhöhen. Vereinbarte Agenturpreise zu senken kommt für uns nicht in Frage.
Bei direkten Kunden verhält es sich anders, jeder direkte Kunde ist ein Einzelfall, da kann man immer reden. Wer um Entgegenkommen bittet, ist meist auch selbst bereit, entgegen zu kommen und wenn man ein besser vorbereitetes Originaldokument, eine Zahlungsfrist von 10 Tagen und eine Anzahlung aushandeln kann, kann man sich natürlich bewegen, außerdem: Man macht sich Freunde; die meisten kommen wieder und eine langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit einem direkten Kunden ist was wert.
Weiterführende Links:
globalwatchtower.com: Economic Crisis? Some LSPs Ask “What Crisis?”
aldrige.de: Feeling the economy
Gestern nachmittag habe ich eine Anfrage einer deutschen Baufirma für die Übersetzung einer Ausschreibung im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen norditalienischen Fussballstadions erhalten.
Nachdem ich heute morgen um 4:00 die 5 gesendeten PDF-Dateien eingelesen und die Zeilen auf 400 angekündigte Seiten hochgerechnet hatte, war klar, dass ich die Leute erstmal anrufen muss, um mit dem für das Projekt verantwortlichen Mitarbeiter Einzelheiten zu besprechen und das Angebot so gestalten zu können, dass es auch annehmbar ist. An die 15.000 Zeilen innerhalb von 18 Tagen über Weihnachten und Neujahr zu übersetzen, ist keine Kleinigkeit, 25.000 bis 30.000 Euro auch nicht.
Ruf ich also heute morgen da an und der sagt zu mir: “Die anderen haben da aber kein Problem mit”. Ich habe geantwortet: “Okay, wenn Sie jemanden gefunden haben, für den das offenbar problemlos zu bewältigen ist, dann wünsch ich Ihnen alles Gute für die Sache”. Der Typ wollte aber doch noch ein bisschen weiterreden, und zwar über den Preis. Ich habe ihm vorgerechnet: “Wenn wir unseren günstigsten Preis von 1,50 Euro pro Normzeile zugrunde legen, sind wir schon bei über 20.000 Euro. Feiertage, Eile und die Koordination der Arbeit von mindestens 3 Kollegen nicht berücksichtigt.”
Er hat mir daraufhin gesagt, dass er von zwei deutschen Agenturen Angebote vorliegen habe, die bei der Hälfte liegen. “Die Hälfte” ist natürlich blanker Unsinn, einfach nicht wahr. Tatsache ist: Deutsche Agenturen unterbieten einen Zeilenpreis von 1,50 Euro für dieses innerhalb kürzester Zeit über die Feiertage abzuwickelnde Großprojekt und erhalten den Auftrag.
Bin mal gespannt, ob sich im Lauf des Tages jemand meldet und fragt, ob ich ein paar tausend Zeilen übernehmen kann. Ist mir schon ein paar mal passiert. Falls jemand irgendwas hört oder sieht, irgendwas bei Proz oder sonstwo ausgeschrieben wird… würde mich natürlich brennend interessieren.
Foto Wikipedia
Von einer österreichischen Agentur, für die ich schon länger und ganz gerne regelmäßig arbeite, bin ich jetzt schon zum dritten mal innerhalb weniger Wochen angeschrieben worden:
Für unser ÖNORM EN 15038 Zertifikat benötigen wir Ihren Lebenslauf…
Okay, dachte ich, eine Agentur weniger. Ich habe aber, weil ich die Antwort nicht mehr schuldig bleiben konnte und vor allem, weil es so nette Damen da gibt, mit denen ich sowieso so oft wie möglich telefoniere, angerufen und denen erklärt, dass ich keinen akademischen Lebenslauf habe, der ihnen nützen könnte, denn wie alle großen Übersetzer, bin ich natürlich Quereinsteiger
Dann habe ich mich aber doch breit schlagen lassen, mir irgendwas aus den Fingern zu saugen und das gefällt mir so gut, dass ich einfach nicht widerstehen kann und es auch hier noch zum Besten gebe (bisschen gefaked natürlich, aber nur ein bisschen).
* 1960 in Dortmund. Nach dem Besuch eines neusprachlichen Gymnasiums ab 1979 Musiker, Texter und Übersetzer in Hamburg, langjährige Auslandsaufenthalte in Frankreich, Spanien, Italien, seit 1993 hauptberuflicher Fachübersetzer für Deutsch und Italienisch, seit 1999 wohnhaft in Rom.
Betreiber diverser Fachübersetzer-Foren und -Verzeichnisse:
The Checklist
Online-Freelancer,
sowie der Glossar-Suchmaschine Glossary-Crawler.Webworkshops für freiberufliche Übersetzer, u. a.:
Suchmaschinen-WorkshopRegelmäßige Veröffentlichungen im
Italien-Blog und zahlreichen anderen Blogs.
Scheint zu reichen für ein Ö-Audit. Na um so besser! Starker Auftritt aber, oder?
Eigentlich werden diese ganzen Hinweise auf daneben gegangene maschinelle Übersetzungen im Internet ja langsam langweilig. Dieser hier ist auch langweilig, aber immerhin: So hab ich 10 neue Zeilen im Blog!
Während einer kurzen Google-Runde für einen Artikel, den ich vor ein paar Tagen in meinem italienischen Küchenblog veröffentlicht habe, bin ich auf diese Sammlung von maschinell übersetzten Heston Blumenthal-Zitaten gestoßen:
“Wenn es gut es nicht schmeckt, geht nicht auf das Menü.”
Da wird niemand widersprechen wollen. Prost!
Anfang des Jahres bin ich schon mal über den mechanischen Übersetzungs-Türken tolingo.de gestolpert, der sich anschickte, die Ergebnislisten der Suchmaschinen zu stürmen. Stürmt weiter. Heute, am strategisch gewählten 30. September, dem vom “altehrwürdigen” Verband deutschsprachiger Übersetzer (VdÜ) ausgerufenen “Tag der Übersetzungen in Deutschland” hagelt es Pressemitteilungen von tolingo.
Revolution: Mehr als 1000 Übersetzer sind www.tolingo.de / Erdbeben am 30. September, dem “Tag der Übersetzungen in Deutschland”.
Lest selbst: Z. B. presseportal.de
(Interessant ist auch die von tolingo locker dominierte Suchabfrage Tag der Übersetzungen in Deutschland. VdÜ, wo bist Du? Ist doch Dein Ding!)
“Übersetzungen 2.0″ nennen die tolingo-Revolutionäre ihr Konzept. Sie wollen damit eine neue Generation bezeichnen, die rund um die Uhr qualifizierte Übersetzungen zu einem wie es heißt unschlagbaren Preis in Internet-Geschwindigkeit anbietet. Schnelligkeit ist dabei ein entscheidender Faktor: Wer ein Dokument vom PC unter www.tolingo.de hochlädt und die Zielsprache der Übersetzung angibt, sieht sofort auf seinem Bildschirm die verbindliche Preiszusage und den definitiven Liefertermin, wann er die Übersetzung per E-Mail erhält.
Ich werde jetzt jedenfalls mal ein paar Euro investieren und habe einen schönen italienischen Text vorbereitet, den ich tolingo unterjubeln werde.

Die “Fachübersetzung” durch einen “zertifizierten Übersetzer” mit Lektorat kostet 21,13 Euro inkl. 19% MwSt. Die Übersetzung von einem “semiprofessionellen Übersetzer” ohne Lektorat kostet 7,00 Euro inkl. 19% MwSt.
Bin gespannt, was dabei rauskommt. Bericht folgt dann zu gegebener Zeit.
Offenbar bereitet die Übersetzung der Feuchtgebiete von Charlotte Roche dem Englisch-Übersetzer große Probleme. Im April 2009 soll Feuchtgebiete auf Englisch erscheinen. Sieht so aus, als käme der mit der Übersetzung beauftragte Playboy-Redakteur bis dahin noch ziemlich ins Schwitzen, sagt er jedenfalls:
“Was heißt «Muschipilzbefall» auf Englisch?
Beh? So schwer ist das? Naja, kommt davon, wenn man Playboy-Redakteure mit Übersetzungen beauftragt.
[Update: Du lieber Himmel! Stand sogar schon in der Bildzeitung. Ich krieg auch nichts mit hier. Prost Nolte. Naja, kommt davon, wenn man vom Google News Alert Neuigkeiten erwartet.]