(Wenn hier von Suchmaschinenoptimierung die Rede ist, geht es um die Optimierung selbstverzapfter Dienstleister-Webpräsenzen, Einzelunternehmer-Webpräsenzen mit 5-10 Unterseiten (Profil, Service, Preise, Kontakt,…) für einen Suchmarkt mit ca. 1 Mio. bis 5 Mio Konkurrenten: Den Suchmarkt für Übersetzer einer bestimmten Sprachkombination, der dummerweise für alle Sprachkombinationen von denselben Anbietern allgemeiner Sprachdienstleistungen beherrscht wird. In Mailinglisten, Korrespondenz, Gesprächen habe ich mehrfach den schwachsinnigen Einwand zu hören bekommen, dass die Qualität der Google-Suchergebnisse sowieso schlecht sei. Wahr ist: Die Qualität der Angebote auf diesem speziellen Suchmarkt ist schlecht! Grausam schlecht, und das ausgerechnet bei Anbietern, die den ganzen Tag am Rechner sitzen und ihre Geschäfte fast ausschließlich über das Netz abwickeln.)
Wir fangen also bei 0 (Null) an:
Unter OnPage-Optimierung versteht man alle Maßnahmen, die an der Struktur und den Inhalten der einzelnen Seiten einer Webpräsenz vorgenommen werden, um diese für Suchmaschinen indizierbar zu machen. Ziemlich förderlich ist dabei ein den Webstandards entsprechendes Webdesign.
Anders als beim Webdesign mit Tabellen-Layouts werden beim Webdesign mit Webstandards grafische Informationen in ein externes Style Sheet ausgelagert, so dass Suchmaschinen, die den Quellcode der Seite auslesen, fast nur relevanten Text zu lesen bekommen - und das haben sie gerne.
Im Quelltext des HTML-Dokuments werden Container für Texte, Menüs usw. definiert. Im Style Sheet werden diese Container ausgerichtet, Schriften, Überschriften, Absätze, formatiert, Hintergründe, Farben definiert. Änderungen im Style Sheet wirken sich auf alle Seiten aus. Wer also das Layout einer Webpräsenz mit 10 Unterseiten verändern möchte, muss nicht jede Unterseite einzeln bearbeiten, sondern lediglich die entsprechenden Änderungen im Style Sheet vornehmen.
Das Erstellen von Webseiten mit Cascading Stylesheets (CSS) lässt sich genauso schnell erlernen, wie der Umgang mit gängigen grafischen Editoren. Das Internet ist voll von lizenzfrei verwendbarem Code und entsprechenden Einführungen in CSS und Anleitungen zur Anpassung des Codes an den eigenen Bedarf.
Zum Lernen bestens geeignet sind die Templates der Layout Gala. Bei Dr.Web gibts eine Liste von 22 Seiten mit kostenlosen Layouts. Im CSS Zengarden kann man sich durch Hunderte von Designs klicken.
(Das Layout von adatrad.com basiert auf dem 3 Col Flanking-Entwurf von BLUEROBOT.COM. Es besteht aus einer oder mehreren zentralen Content-Boxen, die sich in der Breite der Fenstergröße des Browsers anpassen und links und rechts von einer Menü-Box und einer Subcontent-Box mit fester Breite flankiert werden. Im Quelltext finden Suchmaschinen zuerst den Text der zentralen Content-Box und erst danach den der links und rechts davon stehenden Menü-/Subcontent-Boxen.)
Neben der Suchmaschinenfreundlichkeit hat das Webdesign mit CSS noch einen weiteren Vorteil: Web4All - Barrierefreies Internet.
Einerseits wird das Kaufen, Verkaufen, Mieten und Vermieten von Links zu Recht von Google massiv bekämpft, andrerseits verkauft Google aber ganz trocken Werbeplätze an Linkbroker:


Versteht einer das?
Suchmaschinenrelevante Einträge im head-Bereich des HTML-Dokuments (zwischen <head> und </head>).
Hier muss erstmal ein weit verbreitetes Missverständnis ausgeräumt werden. Viele Webmaster knallen voller Hoffnung Hunderte von Keywords in das Meta-Tag keywords und meinen, damit wäre irgendwas getan:
<meta name=”keywords” content=”übersetzung übersetzungen übersetzer übersetzungsbüro übersetzungsagentur fachübersetzungen usw usw usw”>
Die muss ich hier leider enttäuschen: Das Meta-Tag keywords ist völlig bedeutungslos, wird von Suchmaschinen überhaupt nicht berücksichtigt. Es stammt aus den Urzeiten des Web, diente seinerzeit zur Katalogisierung von Dokumenten, vor allem im wissenschaftlichen Bereich. Auch den ganzen anderen Tag-Schrott, der in den Köpfen vieler Seiten zu finden ist, kann man getrost vergessen. Für uns wichtig ist erstmal nur 1 davon:
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<title>Übersetzung Homepage ins Italienische</title>
Der Inhalt des Title-Tags erscheint in der Kopfzeile des Browsers

und als Überschrift in den Suchmaschinenergebnissen

Das Title-Tag ist einer der für das Ranking einer einzelnen Unterseite am stärksten gewichteten Faktoren. Hier gehören die für das Webangebot wichtigsten, von an genau diesem Angebot interessierten Internetnutzern am häufigsten benutzten Suchbegriffe, Suchphrasen hin - nicht der Name, Firmenname oder die Webadresse [
Keyword-Recherche]. Angeblich sind max. 7 Wörter und nicht mehr als 65 Zeichen ideal. Dabei sollten die wichtigsten Suchbegriffe möglichst weit vorne stehen. Die Verwendung mehrerer Suchbegriffe innerhalb eines Titels mindert natürlich die Relevanz des einzelnen. Daher sollte eine Unterseite immer nur für jeweils einen Suchbegriff/eine Suchphrase optimiert werden. Wer allen Unterseiten seiner Domain denselben Titel gibt (Name, Firmenname oder Webadresse), landet mit einem großen Teil davon im
Supplemental Index, erscheint bei Suchanfragen nicht in den Ergebnislisten.
Sehr viele scheinen für die vielversprechende Keyword-Kombination Neue Seite 1 zu optimieren. Google liefert im Juli 2007 9.000.000 Ergebnisse.

Beliebt ist auch “Willkommen auf meiner Webseite”:

Wenn was (für Suchmaschinenoptimierer) Wichtiges passiert, passiert mit diesem Wichtigen Folgendes: Einer kriegt es als erster mit, bloggt es als erster; die anderen lesen es und bloggen es dann auch (da kann man als Sprachschaffender noch einiges über die hohe Kunst des Umformulierens lernen).
Das hat, wenn man nicht ganz sicher ist, ob etwas wirklich wichtig ist, den Vorteil, dass man am Abend Gewissheit hat. Die Nachblogger schicken dann nämlich noch ihre Brieftauben in die ganzen Blogverzeichnisse, Trackbackverzeichnisse, RSS-Verzeichnisse; und so hat man die Nachricht dann um die 30 mal im Feedreader und weiß ganz sicher: Das war jetzt wirklich wichtig.
Das Wichtige von heute ist von gestern: Google schaltet die Supplemental Index Suchfunktion ab. Warum dieses für Webseitenbetreiber äußerst wichtige Instrument, vor 1 Monat noch hier im Suchmaschinen-Workshop besprochen, nicht mehr zur Verfügung stehen soll, versteht momentan noch keiner.
Johannes Beus von Sistrix, der es gestern als erster gebloggt hat, formuliert es so, dass ich nicht umformulieren möchte: “Damit schließt Google eine extrem wichtige Möglichkeit für Webmaster, mögliche Fehler in der Seiten- und Linkstruktur ihrer Projekte zu erkennen und zu beheben. Bleibt zu hoffen, dass diese Abfrage – ähnlich wie die Linkabfrage – in den Google Webmastertools zurückkommt. Realistisch gesehen und unter Einbeziehung der Geschwindigkeit, mit denen dies bei der Linkanzeige umgesetzt wurde, dürften wir gegen 2015 damit rechnen …”
Eine gute Möglichkeit themenrelevante Backlinks zu generieren sind Artikelverzeichnisse. Ein Artikel von 300 Wörtern weist natürlich ein weitaus besseres Content/Link-Verhältnis auf, als eine weitgehend textfreie Liste zahlreicher ausgehender Links der Unterseite eines Webkatalogs.
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Im Prinzip gelten die gleichen Kriterien wie für normale Webkataloge:
- PageRank der Startseite
- Statische Links
- Statische URL
- Kategorientiefe
(Achtung: Nicht wenige Artikelverzeichnisse weisen bereits so viele ausgehende Partnerlinks auf, dass die in den Artikeln selbst gesetzten Backlinks nur noch einige unter vielen sind.)
Jan Detlefsen, tonsai-media.de, hat Google Coop (was ist das denn?) mit über 400 URL von Artikelverzeichnissen gefüttert. Nach Eingabe seines Keywords findet man die Verzeichnisse, die für dieses Keyword die vorderen Suchmaschinenpositionen belegen.
Eine Liste der nach seinen dort erläuterten Auswahlkriterien besten 20 aktuellen Artikelverzeichnisse hat Mark Breuer in seinem empfehlenswerten SEO Blog zum Thema Linkbuilding & Linkaufbau veröffentlicht.
Ein vieldiskutiertes Phänomen, über das keiner genaues weiß und das von Google weder eindeutig dementiert noch eindeutig bestätigt wird, ist die Google Sandbox.
Betroffen sind neu registrierte Domains. Angesichts der Größe und des rasenden Wachstums des Google-Index und sicher auch, weil es sehr viele sehr kurzlebige Webangebote gibt, landen neue Domains heute erstmal für bis zu 1 Jahr und länger in der sogenannten Sandbox, d. h., sie werden, solange sie da drin sind, für starke Keywords gar nicht gelistet.
Ich selbst werde momentan mit 2 von mir betreuten Webprojekten auf die Sandbox-Folter gespannt. Beides neu registrierte Domains (September 2006, März 2007), beide ranken für Long Tail Keywords, aber nicht für härter umkämpfte Suchbegriffe (mehr als ~1.000.000 Suchergebnisse).
internetmarketing-news.de fasst den Stand der Dinge wie folgt zusammen:
- die Sandbox betrifft neue Domains
- ein Filter muss zum Tragen kommen damit die Sandbox zuschlägt
- alle neuen Seiten kommen in eine “Probe-Kategorie”
- die Zeit soll zeigen wie die User auf eine neue Seite reagieren und Links gesetzt werden
- keine Verbindung zu AdWords oder ähnlichem
- die Probezeit kann von 6-12 Monate variieren
- es gibt Ausnahmen wenn Seiten Qualitäts-Backlinks erhalten
Offenbar ist die Google Sandbox keine eigenständige Komponente des Google Algorithmus, sondern ein Effekt, der durch das Zusammenwirken zahlreicher anderer Algorithmen zustande kommt.
Yi Shi [webmaster-verzeichnis] gibt u. a. folgende Tipps zum Umgehen der Sandbox:
Linktext variieren
Keine hart umkämpften Suchbegriffe wählen
(Die Bewegungen bei härter umkämpften Suchbegriffen/Suchphrasen (mehr als 1.000.000 Suchergebnisse) werden von Google strenger überwacht.)Keine starken Links setzen
Langsamer natürlicher Linkaufbau
2 - 3 Links pro Monat reichen für den Anfang (für eine Übersetzer-Webpräsenz) völlig aus.“Die beste Maßnahme gegen den Sandbox Effekt ist aber immer noch, eine Domain im voraus zu registrieren und Monate später erst das eigentliche Projekt draufzupacken …” (den kannte ich auch noch nicht!)
Google selbst findet die Spekulationen offenbar lustig: Irgendwo habe ich gelesen, dass der Volleyballkäfig auf dem Campus unter Mitarbeitern neuerdings “die Sandbox” heißt.
111 mal ist der hier kürzlich gepostete Artikel über Long Tail Suchphrasen in den letzten 30 Tagen aus den Google Ergebnislisten heraus aufgerufen worden.

Nicht schwer zu erraten, wie die entsprechende Suchabfrage lautete:
http://www.google.de/search…langer+schwanz…
Auf Platz 4 Die beliebtesten Kuhnamen.
Was das mit Übersetzungen zu tun hat?
Auf den ersten Blick wenig ………
In einer Studie zur Suchmaschinentauglichkeit der Webseiten deutscher Unternehmen hat die Internet-Agentur Bloofusion 500 zufällig ausgesuchte, deutschsprachige Websites hinsichtlich ihrer Suchmaschinentauglichkeit untersucht. Die Seiten wurden aus der Rubrik „World > Deutsch > Wirtschaft“ des Open Directory Projects (www.dmoz.org) ausgewählt.
Aus der Studie geht hervor, dass nur 12,2% der untersuchten Seiten die Minimalkriterien an eine Seite, die gefunden werden will, erfüllen. (Nur 12,2%? Ich tippe mal, dass freiberufliche Übersetzer gerade mal auf 2% kommen.)
Wen’s interessiert: Hier das PDF zum Download. Steht aber irgendwie wenig drin.
PageRank(TM) ist ein von Larry Page (daher der Name, nicht von Page = Seite), einem der beiden Google-Gründer, entwickeltes System zur qualitativen Beurteilung von Webseiten.
Die Google Toolbar für Firefox und den Internet Explorer zeigt den Pagerank einer aufgerufenen Seite an.

PageRank zieht von anderen Webseiten eingehende Links als Kriterium für die Bewertung der Qualität einer Seite heran. Ein Link von Seite A zu Seite B wird als Votum der Seite A für die Seite B interpretiert, wobei eingehende Links, anders als bei der Auswertung der Linkpopularität, nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ bewertet werden. D. h. ein Link von einer Seite, der selbst ein hoher Wert zugemessen wird, hat ein entsprechend höheres Gewicht. Höheres Gewicht = höherer PageRank, höherer PageRank = höhere Position in den Ergebnislisten(?)
Nicht ganz so einfach: Heute ist PageRank nur noch eines von über 300 Kriterien, die Google zur Bewertung der Relevanz einer Webseite heranzieht. Viele sagen: Nicht mal eines der wichtigsten. Aber nur sehr wenige wollen keinen haben.
Hier die PageRank-Verteilung deutscher Domains - Stand Ende 2006 laut Sistrix.

Grafik: Sistrix
Diese meisten Webkataloge werden manuell gepflegt. Alle Einträge werden von Menschen gesichtet, geprüft und katalogisiert.
Sicher gibt es auch einige themenspezifische Webkataloge, die direkt Besucher auf eine Webseite bringen. In der Regel geht es darum aber gar nicht: Webkataloge bringen einer Webseite eingehende Links. Eingehende Links bringen eine Webseite in den Suchmaschinen nach vorne.
Es gibt allerdings inzwischen Unmengen von Webkatalogen. Ein großer Teil davon ist reiner Schrott. Hier ein paar Kriterien, um Schrott von Nichtschrott zu unterscheiden:
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Das wohl immer noch wichtigste Kriterium ist der Pagerank der Startseite des Katalogs. Je höher der Startseitenpagerank, umso höher auch der Pagerank der einzelnen Themenkategorien.
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Für Suchmaschinen relevant sind ausschließlich statische Links. Links mit Weiterleitungen werden der verlinkten Seite nicht angerechnet. Ob ein Link sauber (statisch) ist, kann man sehr einfach feststellen, indem man mit der Maus drüber fährt und sich ansieht, wie die Zieladresse in der Statuszeile des Browsers angezeigt wird. Wenn da sauber die Adresse meiner Seite steht http://www.meineseite.de/, ist der Link statisch. Webkataloge mit Weiterleitungslinks kann man getrost vergessen.
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Wichtig ist auch die Tiefe der thematischen Kategorien. Je flacher die Verzeichnisstruktur um so besser. Einen Link von http://www.webkatalog.de/unterordner-1/unterordner-2/…/unterordner-4/ kann man auch getrost vergessen
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Die Linkpower, die eine Seite zu vergeben hat, wird natürlich durch die Anzahl der von ihr ausgehenden Links geteilt. Bei 30 Einträgen auf einer Seite durch 30, bei 5 durch 5. Neben den normalen Katalogeinträgen finden wir in den meisten Katalogen auch noch jede Menge Footerlinks zu Partnerseiten, Banner und Buttons. Wenn man sich die Linkstärke einer PR2 Katalogunterseite mit 50 anderen teilen muss, ist die für den Eintrag erforderliche Zeit verschwendet.
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Die meisten datenbankbasierten Kataloge vergeben für die von der Katalogsoftware generierten Unterseiten nicht gerade suchmaschinentaugliche dynamische URL. In der Adresszeile des Browsers steht dann eine mehr oder weniger lange kryptische Zeichenfolge wie http://www.webkatalog.de/index.php?catid=69 - nicht so gut.
Besser ist http://www.webkatalog.de/dienstleistungen/uebersetzungen.
Umfangreiche Listen aktueller Kataloge, nach Pagerank geordnet und in backlinkpflichtige und nicht backlinkpflichtige unterteilt bei webkataloge.biz und ranking-check.de.
Webdesign und Suchmaschinenoptimierung: nofactory.eu
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