Auch heute noch mal ein ganz Kurzer. Aus der Reihe Adjektive:
“Über Rechtschreibung zu diskutieren ist genauso unzivilisiert wie frühmorgens aufstehen oder die Schwerkraft in Frage zu stellen”, hat ein Typ namens Alex Scholz schon vor fast 3 Jahren erkannt.
Finde gerade bei google.de mit der Suchabfrage gazzetta ufficiale [Seiten auf Deutsch] auf der ersten Seite der Suchergebnisliste eine Google Buchsuche-Ergebnisseite: Italienische Mediensprache von Eckhard Römer.
Draufgeklickt und ins Staunen gekommen:

Der Text ist nicht Text, sondern Grafik und in dem Text, der nicht Text, sondern Grafik ist, sind die Suchbegriffe farblich hervorgehoben. Sicher gibt es eine ganz einfache Erklärung dafür. Nur, ich hab sie noch nicht.
“Im Staatswappen von Maryland ist ein seltsames Motto festgeschrieben: “Fatti maschii, parole femine” steht in altertümlichem Italienisch unter dem Wappenschild. Die Deutung ist umstritten - heutzutage interpretiert man den Spruch meist als “Sanft in den Worten, hart in der Tat”. Die wörtliche Übersetzung passt aber zu den Ergebnissen der Vorwahlen: “Worte sind weiblich, Fakten männlich.”
Steht jedenfalls in der Süddeutschen in einem Artikel zu den US-Vorwahlen.
Die Süddeutsche hat mal wieder ein paar Sprachpannen aus aller Welt veröffentlicht.
Milchkaffee = Morgenlatte wurde angeblich in Emmerich gefunden.
(Foto: Langenscheidt-Verlag)
Gesunde Zähne in Southern Colorado’s Nr. 1 News Channel.


In Southern Colorado’s Nr. 1 News Channel werden neben schönen Zähnen Bildern von gesunden Zähnen News wie diese veröffentlicht:
Zwei ansonsten bestens ausgerüstete Einbrecher finden in einem amusement center einen Safe vor, der sich nicht öffnen lässt. Zum Glück steht ein Rechner in der Nähe. Nach 75 Minuten Google-Recherche ist die Lösung mit Suchanfragen wie “how to open a safe” und “how to crack a safe” gefunden - im Safe $12,000.

Wer außer mir liest denn so einen Müll?
Mit Ihren Zähnen alles okay?
via netgra.de
Spiegel Online hilft dabei:
“Eine Suchanfrage bei Google verbraucht genauso viel Strom, wie eine Energiesparlampe benötigt, um eine Stunde lang zu leuchten. So lautet die Schätzung eines großen Berliner Internet-Dienstleisters…”
[Link zum Spiegel Online Artikel]
Klingt ziemlich an den Haaren herbei gezogen, oder?
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Berlin (dpa) 21.06.2007 - Für die Übersetzung von EU-Dokumenten in die Sprachen der Mitgliedstaaten gibt die Europäische Union jedes Jahr mehrere hundert Millionen Euro aus. Nach einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs lagen die Kosten im Jahr 2005 bei rund 511 Millionen Euro. Für dieses Geld wurden bei EU-Kommission, Europaparlament und Europäischem Rat knapp drei Millionen Seiten übersetzt. Im Jahr 2003 waren nach Angaben der Rechnungsprüfer lediglich 414 Millionen Euro in die Übersetzung von EU-Richtlinien oder Sitzungsprotokollen geflossen. Der Anstieg um rund 25 Prozent sei nicht nur mit der Zunahme der Zahl der Amtssprachen durch die EU- Osterweiterung von 11 auf 21 zu erklären. Viele Dokumente würden lediglich in die drei Arbeitssprachen Englisch, Französisch und Deutsch übertragen. Vielmehr seien - zumindest beim Rat und der Kommission - auch die Kosten je übersetzter Seite angestiegen. Quelle: eu-info.de |
SPIEGEL-ONLINE hat die “nervigsten Sprachmonster der Internet-Welt” wählen lassen.
Dass “Voipen” (Telefonieren über das Internet, von “Voice-over-IP”) und “Funzen” (für Funktionieren) in der Liste ganz oben stehen, ist ja nachvollziehbar. Warum allerdings das “Web 2.0″ den ersten Platz belegt (weil keiner weiß, was das ist?) und die “Netiquette” den 4. (weil sich keiner mehr dran hält?), leuchtet nicht so ganz ein.
Na ja, ist ja auch nicht gerade ein webzweinulliger Webauftritt.
Was ein Blog ist, erklärt SPIEGEL-ONLINE so:
Blog: Sie [Blogs] sind keine Internet-Tagebücher. Sondern: Oft von Privatleuten geführte Internet-Publikationen.
Zur Beratung des Sonderberichts Nr. 9/2006 des Europäischen Rechnungshofes über Ausgaben für Übersetzungsleistungen bei der Kommission, beim Parlament und beim Rat im Europaausschuss und im Haushaltsausschuss des Bundestages erklären der Vorsitzende des Unterausschusses zu Fragen der Europäischen Union im Haushaltsausschuss, Klaus-Peter Willsch MdB, und der europapolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Stübgen MdB:
“90 von 493 Millionen EU-Bürgern sprechen Deutsch als Muttersprache. Deutsch ist damit die meistgesprochene Muttersprache in der EU. Seit dem Beitritt der mittel- und osteuropäischen Länder ist Deutsch mit rund 63 Millionen Sprechern - nach dem Englischen - die zweitwichtigste Fremdsprache in der EU.
Leider ist es in den vergangenen Monaten wiederholt vorgekommen, dass wichtige, für den Deutschen Bundestag beratungs- und entscheidungsrelevante EU-Dokumente überhaupt nicht oder nur unvollständig in deutscher Sprache vorgelegt worden sind. Die Europäische Kommission kommt damit Ihrer rechtlichen Verpflichtung nicht nach, alle Dokumente in der Arbeitssprache Deutsch vorzulegen.
Die vollständige Übersetzung aller beratungs- und entscheidungsrelevanten EU-Dokumente ist jedoch Grundvoraussetzung für die ungehinderte Erfüllung des Mitwirkungsauftrags des Deutschen Bundestages in EU-Angelegenheiten, wie sie in Deutschland das Grundgesetz für den Bundestag vorsieht.
An der derzeitigen Übersetzungspraxis der EU ist insbesondere zu kritisieren, dass die Entscheidung für oder gegen eine vollständige Übersetzung eines Dokuments nach rein formalen Kriterien erfolgt, die politische Bedeutung eines Dokuments dabei aber nicht beachtet wird.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird die Bundesregierung weiter in ihrem Bemühen unterstützen, bei der Europäischen Kommission die Übersetzung sämtlicher Dokumente in die deutsche Sprache durchzusetzen. Hierfür sind bei der Aufstellung des Gesamtshaushalts 2008 der EU durch Umschichtungen angemessene Mittel für Übersetzungen einzustellen.
Der Unterausschuss zu Fragen der Europäischen Union hat mittlerweile 26 EU-Vorlagen mit 2271 englischen bzw. französisch-sprachigen Seiten zurückgewiesen. Wenn die Kommission nicht in der Lage ist, das Problem zu meistern, muss ein alternativer Weg beschritten werden. Der Deutsche Bundestag könnte dann selbst entsprechende Übersetzungskapazitäten aufbauen und die entstehenden Kosten gegen sonstige Forderungen der Europäischen Union an Deutschland verrechnen.“
nicht wirklich wichtig, aber so heißt es richtig:
Ein LKW, zwei LKW
ein SEO, zwei SEO
ein (der) URL, zwei URL
Der Apostroph ist - wenn überhaupt - nicht für den Plural, sondern für den Genitiv. Im Fall SEO aber auch da falsch [Deppenapostroph]:
“Eines SEOs sorgenfreies Sonntagsmahl.”
Anmerkung für Fachfremde:
Ein SEO ist ein Search Engine Optimizer
(zwei SEO sind zwei Search Engine Optimizer)
Webdesign und Suchmaschinenoptimierung: nofactory.eu
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