Ich bin eigentlich nicht gerade fixiert auf das Thema Preise, Geld, usw., aber in letzter Zeit passiert in der Hinsicht doch so einiges, das mir zu denken gibt
Preiskampf in der Übersetzungsbranche; daher hier der vierte Beitrag in Folge zur Sache.
Wenn ich eine Anfrage für eine Übersetzung (1000+ Normzeilen) erhalte, rufe ich sofort da an. Meist hat man es (in unserem Bereich: Technische Dokumentation) mit einem Produktmanager/Vertriebsleiter zu tun, der seine Bemühungen natürlich auch erfolgreich zu Ende bringen möchte und alles eine Etage höher erstmal absegnen lassen muss. Gemeinsame Ziele zu haben ist bekanntlich eine ziemlich gute Ausgangsbasis für echte Zusammenarbeit, und die beginnt man am besten am Telefon. Im persönlichen Gespräch kann man jemandem auch ganz gut klar machen, was er für sein Geld bekommt, dass es übel ausgehen kann, wenn man sich auf Billiganbieter einlässt, … und wenn der erstmal überzeugt ist, dann wird er auch in der Etage darüber entsprechende Überzeugungsarbeit leisten, bevor er sich nach Alternativangeboten umsieht. Wer einfach nur eine Zahl auf dem Tisch hat, der will, wenn sie ihm hoch erscheint, noch eine zweite und entscheidet sich ziemlich wahrscheinlich für die niedrigere.
Meine Standarderöffnung: “Ich möchte natürlich ein Angebot erstellen, dass für Sie auch annehmbar ist”. Mein Standardschlusssatz: “Okay, dann schicke ich Ihnen das mal so, ich hab’s schon vorbereitet, muss nur noch auf ‘Senden’ klicken. Bis dann.”
Meine Konversionrate ist, seitdem ich es auf die Tour angehe, dramatisch gestiegen