Die Übersetzer-Lobby soll ein “Portal für Übersetzer, Übersetzungsbüros und deren Auftraggeber” werden. Schon seit Monaten finde ich das Ding für zahlreiche relevante Suchbegriffe in höchsten Suchmaschinenpositionen. Passiert aber einfach nichts bisher (”… neue Domain langsam und vorsichtig entkorken” - Mario Fischer).
Bin sehr gespannt, denn Christine Peyton ist (wenn ich richtig recherchiert habe) Programmiererin und scheint sich auch mit Suchmaschinen auszukennen. Meinen Link hat sie jedenfalls. Die Konkurrenz muss sie auch nicht fürchten. Ich tippe mal: Das wird abgehen.
Ja, warum sollen Übersetzerportale denn auch von Übersetzern betrieben werden?
Habe mich schon immer gewundert, dass technische Übersetzer, bzw. die Übersetzer-Kollegen, die ich in den deutschen Mailinglisten kenne, nicht schreiben, zumindest nicht im Netz. Übersetzer kommen ja vom Schreiben, denke ich. Und einmal auf den Weg der schreibenden Lebensart gekommen, verlässt man den ja nicht wieder. Jedenfalls komisch: Im Netz treffe ich selten jemanden, freue mich umso mehr wenn.
Vor einigen Monaten bin ich zum ersten mal beim Datenscheich gelandet, auf dessen Blog ich anlässlich des Jahrestags der Katastrophe von Tschernobyl verweise.
Der Datenscheich ist Achmed Khammas, Übersetzer Deutsch Arabisch.
Interview mit dem Datenscheich bei rebel.tv gibt’s auch.
Da diese Schwachsinns-Webseite heute meinen Sohn geweckt hat (Schweinerei!), erlaub ich mir, sie öffentlich zu verdammen.
Das Schöne daran ist: Aller Text dieser Seite, den man mit der Maus selektionieren kann, kann auch von den Suchmaschinen gelesen oder anders informatisch verarbeitet werden, nämlich kein Wort. Wenn das mit meinem Sohn nicht passiert wäre, könnte man also sagen: Es ist ganz egal, ob es diese Seite gibt, oder nicht.
Zur Sicherheit nochmal: Schwachsinns-Webseite!
Vielleicht wirds ja ne Google Bomb.
Prost!
Schöne Plattform für jede Menge überflüssigen user generated content. Den kann man sich einfach irgendwo im Netz zusammenklauen und etwas umformulieren und als Artikel einreichen, z. B. sowas, wie das hier:
“Die Berufsbezeichnung Übersetzer ist nicht geschützt, d.h. jeder, der 2 Sprachen beherrscht, kann sich als Übersetzer ausgeben und Übersetzungen anfertigen.”
Da kann ich doch gleich mal was für die interne Verlinkung tun: Der Weg zur hochwertigen Übersetzung. Was man bei der Auswahl des Übersetzers beachten sollte.
Prost!
Gerade aufgeschnappt: Seit gestern ist leo.org mit Foren und Wörterbüchern für deutsch italienisch und deutsch chinesisch draußen.
Vor Kurzem hatte ich mit einer ebenfalls bloggenden Übersetzerkollegin von der Fraktion Sprachhygiene ein kleines Geplänkel im Kommentarbereich Ihres Blogs. Die Kollegin beschwerte sich massiv über die Qualität der deutschen Übersetzungen von Wordpress, war der Meinung besser gar keine Übersetzung, als eine schlechte Übersetzung und sprach den auf die”schlichtweg unzumutbare” und “alles andere als deutsche” deutsche Version angewiesenen Nutzern ihr Mitleid aus.
Starkes Stück von einem Übersetzer, der eine komplexe Open Source Software seit Jahren kostenlos benutzt, sich derart über die Qualität der Lokalisierung auszulassen, anstatt ein halbes Stündchen zu investieren und einen kleinen Beitrag zu ihrer Verbesserung zu leisten.
Ich bin mit der deutschen Version völlig zufrieden. Weiß gar nicht, was man daran aussetzen will. Möglicherweise bin ich aber vom mit 14 angestrebten Nobelpreis für Literatur noch viel weiter entfernt, als die Kollegin. Jedenfalls: Vielen Dank den Übersetzern! Superarbeit! Tiefe Verbeugung.
[Update 27.04.08: Inzwischen ist der Kollegin eine Anleitung zugegangen, wie man die Sprachdateien von Wordpress editiert - kinderleicht - und so ohne großen Aufwand zur deutschen Übersetzung beitragen kann.]
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