Lustig: Der Betreiber dieser Seite wandelt hunderte von eingehenden natürlichen Links knochentrocken in minderwertige reziproke um, weil er offenbar überzeugt ist, die Suchmaschinen folgen nicht dem ausgehenden Link zum Ziel, sondern dem eingehenden zum Ursprung zurück:
“Über diese Seite bekommen die Suchmaschinen mit, dass es da noch mehr Links auf meine Website gibt.”
Der Betreiber “reibt sich” laut eigener Aussage “seit vielen Jahren mit den Suchmaschinenalgorithmen” und gibt seine Erfahrungen sogar in Seminaren weiter.
Na, da wünsch ich rege Teilnahme aus dem Kreis meiner direkten Konkurrenten im Netz.
Prost!
Der Seo-Watchblog geht der Frage nach, ob aktuelle Links ein Ranking Kriterium sind.
Die Beobachtung des Autors kann ich bestätigen: Zwei Wochen Schreibpause gemacht und sofort bei Google von Platz 1-3 auf Platz 8-11 abgerutscht; vor ein paar Tagen wieder angefangen ein paar Artikel zu veröffentlichen und sofort wieder hochgerutscht.
Was heißt das jetzt für einen Dienstleister, z. B. für einen Übersetzer, der, wenn seine Dienstleistung im Netz gesucht wird, auch gefunden werden sollte? Muss der sich jetzt alle drei Tage einen Artikel aus den Fingern saugen, um in den Ergebnislisten mit den paar statischen Seiten, auf denen er sein Angebot präsentiert, da zu stehen, wo er hin gehört? Und: Worin soll der Mehrwert der allein zu diesem Zweck aus den Fingern gesogenen Artikel liegen? Erscheint ein Seo mit 15 Blogs, 300 Domains und 200.000 eingehenden Links, der in irgendeinem Post ganz nebenbei die Worte “Übersetzung” und “italienisch” benutzt, vor einem Dienstleister, der genau das liefert, was der Suchende sucht?
Wer mit der Suchphrase “Übersetzung Deutsch Italienisch” sucht, findet unter den ersten Ergebnissen einen! spezialisierten Anbieter (adatrad.com). Daneben 1-2 erstklassige und jede Menge drittklassige Online-Wörterbücher und Online-Übersetzer - und die Seite www.x-7.de = eine SEO-Seite, die da inhaltlich wirklich gar nicht zu suchen hat.

Vor ein paar Wochen hat mich Gerald Steffens vom S-O-S SEO Blog in einem Kommentar auf die Rolle der Blogroll hinwiesen.
Dann bin ich kürzlich auf Tadeusz Szewczyk (korrekter Hut, korrekter Text!) gestoßen. Der schreibt:
“Link to new blogs. Many new bloggers often are not really recognized by the community… Those bloggers are thankful for every link and are more likely to notice that you link them in the first place. While well known bloggers are too busy to befriend you, new bloggers will eventually grow in scope and reach and probably remain your friends.”
Das heißt, nicht die Blogroll selbst, aber alle, die ich bei der ersten Installation spontan da reingepackt habe.
Drei Worte darüber, wie die soeben Rausgeschmissenen da reingekommen sind:
Vor ca. 2 Jahren haben mich meine Parteifreunde von der wahrscheinlich rechtesten Mitte-Links-Partei der Welt* gebeten, auf der von mir betreuten Webseite eines Parteisitzes in Rom irgendwas zu installieren, das Ihnen das regelmäßige Einpflegen aktueller Inhalte ermöglicht.
*Selbst Parteimitglied geworden bin ich vor Jahren (gerade in Italien eingetroffen), weil die einen hinter den Spitzen agierenden Techniker für ihr desolates Fussballteam suchten; außerdem wurden dort Feste gefeiert, der Kühlschrank war voll Bier und sogar ein Foto von Travolta! hing an der Wand - soviel zu meiner Entschuldigung.
Dass es sowas wie Blogs gibt, hatte ich schon mal gehört und so kam es zu meiner ersten Wordpress-Installation.
Irgendwann (ich bin seit Jahren treuer Opera-Nutzer mit käuflich erworbener Lizenz) fiel mir das Icon
oben rechts in der Adresszeile auf. Den ersten Klick darauf kann man durchaus als verhängnisvoll bezeichnen. In der Folgezeit sammelten sich schnell an die 60 täglich abzuarbeitende Newsfeeds im Reader und ich sah mir sogar Fotos von irgendwelchen Spargelmeetings an. Zum Arbeiten hatte ich so gut wie keine Zeit mehr.
Inzwischen pflege ich zahlreiche Blogs für andere Autoren in Deutschland und Italien, kann Wordpress und Textpattern im Schlaf installieren, designen, optimieren, habe eine öffentliche Bookmarksammlung und einen XING Account… einen Artikel über die Bedeutungslosigkeit des PageRank habe ich auch schon geschrieben.
Dafür bedanke ich mich herzlichst bei den SEO-Prinzen von SOS SEO Blog, SEO Marketing Blog, SEO Radio, SEOnauten, SISTRIX, Tentatives verlinken, Trendmile, Themenrelevant, Rent a SEO Blog.
Update 05.05.07: Ganz vergessen und beim Twittern wieder gefunden: Das Webmaster Blog
Am 11. September 1973 wurde der chilenische Präsident Salvador Allende ermordet und mit US-amerikanischer Hilfe in Chile eines der brutalsten und folterwütigsten Regimes des 20. Jahrhunderts installiert.
Der Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger, damaliger US-Außenminister, konnte “nicht einsehen, warum wir daneben stehen und zuschauen sollten, wenn ein Land kommunistisch wird, bloß weil seine eigene Bevölkerung nicht in der Lage ist, verantwortlich zu handeln” und räumt ein “die größtmöglichen Voraussetzungen [zum Machtwechsel] geschaffen zu haben”.
1973 Friedensnobelpreis
1987 Karlspreis
1988 Ehrendoktorwürde der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
1996 Franz-Josef-Strauß-Preis
1998 Ehrenbürger von Fürth
2005 Bayerischer Verdienstorden
2007 Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
Prost!
Sieht gut aus momentan:
Durchschnittlich 600 Besucher am Tag, 1000 Seitenaufrufe am Tag, jede Menge Anfragen von direkten Kunden und monatlich 200 - 250 Euro durch AdSense.

Da seilen wir uns doch gleich mal für 2 - 3 Wochen ins Sommerloch ab. Danach gehts dann weiter im Suchmaschinenworkshop. Bis dann.
Google Analytics ist ein kostenloser Dienst für die überaus komplexe Analyse der Zugriffe auf eine Webpräsenz. Dabei bleiben keine Fragen offen. Im Gegenteil, es tauchen jede Menge Fragen auf, die zumindest jemand, der lediglich ein paar eigene Webprojekte pflegt, erstmal gar nicht zu stellen wüsste, deren Beantwortung/Berücksichtigung die Präsenz einer Webseite in den Suchmaschinen aber gehörig pushen kann.
Woher kommt der Besucher?
Auf welcher Seite steigt der Besucher ein?
Auf welcher Seite steigt der Besucher aus?
Wie lange bleibt der Besucher auf den Seiten/einer einzelnen Seite?
Wie viele einzelne Seiten ruft der Besucher auf?
Mit welchen Suchbegriffen ist der Besucher auf der Seite gelandet?
Auf Grundlage dieser Daten erstellt Analytics eine Unzahl an Statistiken, berechnet Trends, vergleicht Werte. Die Benutzeroberfläche erklärt sich selbst besser, als ich das hier mit Worten fertig bringe. Egal, wo man hinklickt, es tun sich immer wieder neue Möglichkeiten auf. Am besten testen.
Voraussetzung ist ein Google-Konto. Nach Einsetzen eines Java-Scripts im Body-Bereich der einzelnen Webseiten beginnt Google Analytics innerhalb von 24 Stunden mit dem Sammeln und Aufbereiten der Daten in Echtzeit.
Weiterführende Links:
Weitere Informationen zu Google Analytics bei Timo Aden - für Analytics in Nordeuropa zuständiger Google Mitarbeiter.
Stöckchen sind Online-Kettenbriefe, meist kurze, themenspezifische Fragenkataloge, die zwischen verschiedenen Blogs hin und her geschmissen werden: Ein Blogger, der ein Stöckchen erhält, beantwortet die Fragen und schickt sie dann an einen oder mehrere andere Blogger weiter. Es gibt sogar ein extra Stöckchen-Blog, eine Art Blog-Stöckchen-Abwurf-Basis, von der jede Menge neue Stöckchen mit Fragen wie “Welche Eissorten magst Du am liebsten?” rausgehauen werden.
In einem der letzten Stöckchen, die mir im Netz begegnet sind, haben Blogger reihum ihren Tagesablauf beschrieben. Mir hats keiner zugeworfen, ich nehms mir selbst und schmeiß es auch nicht weiter:
04:30 Aufstehen, Atemübungen, Anziehen.
04:45 Joggen (10 km), danach kalt duschen.
06:30 Leichtes Frühstück, Müsli, Obst, Saft und einen grünen Tee ohne Zucker.
07:00 Kaffee ans Bett meiner Liebsten bringen; wenn möglich: Geschlechtsverkehr.
07:30 Übersetzungen, Netzarbeit und viel Wasser trinken.
12:30 Gemüse putzen, vegetarisch kochen.
13:00 Mittagessen
14:00 Mittagsruhe; wenn möglich: Geschlechtsverkehr.
15:00 Übersetzungen, Netzarbeit und viel Wasser trinken.
18:00 Yoga
19:00 Abendessen
19:45 Spaziergang am Strand
20:30 Lesen (Sartre, Der Idiot der Familie, Bd.3)
22:30 Nachtruhe; wenn möglich: Geschlechtsverkehr.
Prost!
Unser Projekt The Checklist - eine italienischsprachige Mailinglist, in der technische Übersetzer, die Aufträge von Agenturen beziehen, sich bei den Kollegen über Erfahrungen mit der Zahlungsmoral der bei ihnen anfragenden Agenturen informieren können, hat mehr als 2 1/2 Jahre gebraucht, um es auf 600 Mitglieder zu bringen und damit langsam endlich auch international zu funktionieren.
[Wenn eine indische oder australische Agentur eine Englisch Italienisch Übersetzung, für die man 300 Euro in Rechnung stellt, nicht zahlt, kann man diese 300 Euro eigentlich abschreiben. Was man (als Italienisch Übersetzer) tun kann, ist sich vorher bei der Checklist zu erkundigen, ob unter den Kollegen jemand bereits für diese Agentur gearbeitet hat und wie das gelaufen ist.]
Dass die Checklist Anfang 2004 nicht schon im Keim erstickt wurde, ist erstaunlich. In den einschlägigen italienischen Listen und Foren wurde den Kollegen beschwörend angeraten, lieber die Finger davon zu lassen und die bewährten Möglichkeiten der bereits vorhandenen Plattformen zu nutzen (”lasst das bloß sein, Ihr werdet wegen Rufschädigung und übler Nachrede angezeigt”). Irgendein deutscher Dorfanwalt wurde dahingehend zitiert, dass eine Mailinglist ein öffentlicher Raum wäre und damit der Tatbestand der Diffamierung gegeben sei. In der Liste selbst wurde lang und breit Sinn und vor allem Unsinn der Idee an sich und ihrer Umsetzung diskutiert.
Von den inzwischen mehr als 600 Abonnenten hat es bis heute kaum einer gewagt, einen Link zu setzen. Ihre Mitglieder hat die Checklist zum großen Teil über Suchanfragen nach Ressourcen für Übersetzer gefunden, die bei ein paar Artikeln zu verwaltungstechnischen und steuerrechtlichen Aspekten der freiberuflichen Übersetzertätigkeit auf der Hompage der Liste gelandet sind.
Vor einiger Zeit habe ich einem der hier ja mehrfach angesprochenen Dinosaurier, über den ich mich in den Anfangszeiten der Liste mal geärgert habe, den Beitritt verweigert. Ich weiß: Das war saublöd, kleinlich, kindisch, keine Frage, aber ich habe die Anfrage irgendwann spät abends gesehen und hatte schon ein paar Bierchen intus und da kam der schnelle Klick aufs “NO” wie von selbst und den kann man eben nicht mehr rückgängig machen, aber ehrlich gesagt: So richtig Leid tuts mir immer noch nicht.
Kleiner Beitrag für die Kategorie prost!
Beim neuen Social Dienst Blogperlen, gibts halbautomatische Metaprosa.
“Blogperlen, für Euch wichtige, einzigartige, unartige und wunderschöne Blog-Artikel. Zum Ranken, Einsortieren, Wiederlesen und Präsentieren. Wenn das viele tun, dann ensteht da so etwas wie Metaprosa mit Halbautomatik.”
Prost Leute, da habt Ihr mir ein paar ausgelassen fröhliche Momente geschenkt - Metaprosa mit Halbautomatik - nicht schlecht. Ich nutze die Gelegenheit, auf ein paar Helden meiner Jugend zu verweisen.
Theodor Baargeld (* 9. Oktober 1892 in Stettin; † 18. August 1927 am Mont Blanc) war neben Max Ernst der zweite Gründer der Kölner Dada-Gruppe. Wikipedia weiß wenig. Etwas mehr hier.
Johannes Baader (* 22. Juni 1875 in Stuttgart; † 15. Januar 1955 in Adldorf, Niederbayern) war ein deutscher Architekt, Schriftsteller, Dadaist und Aktionskünstler.
Francis Picabia (* 22. Januar 1879 in Paris, † 30. November 1953 in Paris) war ein französischer Schriftsteller (Platonische Gebisse), Maler und Grafiker.
Nochmal Prost und alles Gute für die Blogperlen!
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Ich würde mich freuen und bin da sicher nicht der einzige, wenn Contaxe sich etablieren könnte, aber ich gehöre nicht zu denen, die dabei in dieser schwierigen Anfangsphase helfen können.
Ich habe hier vor 10 Tagen schon ein Beispiel für die kontextsensitive Werbung mit Contaxe gemacht:
Das Contaxe Text-Highlighting-Script findet 3 x das Adjektiv “liebe” im Text. Wenn man mit der Maus drüber fährt, öffnet sich ein Werbepopup einer Single-Community.

Jetzt kommen die von Daten auf Dating - “Anmelden und verlieben”:

Das geht nicht - und 0.04 Euro/1000 Seitenaufrufe geht natürlich erst recht nicht.
Möglicherweise liegt es aber auch daran, dass gerade das Text-Highlighting zu dieser Seite einfach nicht passt, habe ich also wieder raus genommen, werde aber meinen Contaxe-Account behalten und es in nächster Zeit vereinzelt mit dem klassischen Anzeigenformat versuchen.
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