Ein paar Sommerlochzeilen: Einem der Dinosaurier der deutschen Übersetzerbranche, der neben einigen gut frequentierten Mailinglisten für Terminologiefragen und technische Probleme, sowie für das Einstellen und Abrufen von Übersetzungsaufträgen, seit 1999 eine relativ umfangreiche Webseite mit Ressourcen und Linksammlungen für Übersetzer und Technische Redakteure betreibt, habe ich vor einiger Zeit eine Mail mit der Bitte, dort auch auf meinen Suchmaschinen-Workshop zu linken, gesendet (ich bin mit dieser Anfrage aber nicht aus dem Nichts gekommen, es gab schon vorher ein paar Mailwechsel):
“Hallo |||||,
ich arbeite momentan an einem Workshop zur Suchmaschinenoptimierung, speziell für Übersetzer.
Sieh doch mal rein, wenn Du Zeit hast. Über einen Verweis würde ich mich freuen:
http://www.adatrad.com/blog/workshop-suchmaschinenoptimierung/.Grüße”
Wenn man eine Link-Anfrage erhält, gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten. Entweder man setzt den Link oder man beantwortet die Anfrage nicht. Ich erhalte einige Zeit später folgende irritierende Antwort:
“Hallo,
mittlerweile habe ich mal reingesehen: Der Ansatz ist etwas anders als meiner - in mancher Beziehung abstrakter. Vielleicht ruhe ich da etwas mehr in meinen eigenen Erfahrungen und hänge weniger von Angelesenem ab. Aber ich fand nichts, was mir gegen den Strich gegangen wäre….
Grüße
|||||”
Beh? Ich noch mal hingeschrieben: Dass ich mit Verweis einen Link gemeint habe [vielleicht hat er das ja nicht richtig verstanden], einen Link auf ein für interessierte Kollegen sicher ganz nützliches Angebot.
Antwort:
“Nein, keine Lust: Das Thema kann ich auch ohne fremde Hilfe abdecken. Meine einschlägigen Seminare (*) sind hinreichend bekannt. Es wird sie auch kommendes Jahr wieder geben.”
(*) Zur Erheiterung hier ab und an freundlich vorbeischneiender Seos werde ich bei Gelegenheit mal ein paar Links auf einige besonders absurde Unterseiten der eingangs genannten Webpräsenz setzen, so dass man sich ein Bild von dem Know-How machen kann, auf dem diese einschlägigen Seminare basieren.
Man kann mir ruhig mal blöd kommen, ohne dass ich darauf gleich reagieren muss. Auch, dass der erbetene Link nicht da stehen wird, wo er hingehört, ist nicht weiter tragisch. Definitiv tragisch ist aber die dem zugrunde liegende Konstellation: Einigen sehr wenigen Platzhirschen unserer Branche, die sich bereits vor 8 - 9 Jahren ein gewisses Minimal-Know-How angeeignet haben, ist es gelungen, eine Monopolstellung für Ihre Angebote zu erarbeiten, die es Ihnen erlaubt, immer und überall selbstgefällig ihren samentötenden Senf dazu zu geben und nach selbstgemachten Regeln zu spielen.
Allerdings: Genausowenig, wie es an Google liegt, wenn, wie oft bemängelt, die Qualität der Suchergebnisse speziell für unseren Markt zu wünschen übrig lässt, sondern an der mangelnden Qualität der Angebote, liegt es letztlich nicht an den paar hier, hier und hier genannten Dinosauriern, wenn es für die Übersetzerbranche keine ausgewogenen Infrastrukturen gibt, sondern an den Übersetzern selbst. Man muss sich mal vorstellen, dass es für ich weiß nicht wie viel tausend technische Übersetzer allein in Deutschland nur eine Handvoll Informationsplattformen, Mailinglisten, Blogs, Foren gibt, deren Betreiber sich die Nutzung zum Teil auch noch bezahlen lassen. Das sind Mechanismen, die im heutigen Internet nichts mehr zu suchen haben.
Dass das so möglich ist liegt sicher zum einen an der existentiellen Unsicherheit des in sein Berufsleben startenden Freiberuflers, der sich sein Tätigkeitsfeld erstmal aufbauen muss und sowieso mit jedem Mist allein da steht, zum anderen daran, dass kaum jemand sich die wenigen Kenntnisse aneignet, die erforderlich sind, um Alternativen aufzubauen und sich seinen Markt und seine Arbeitsumgebung selbst zu gestalten.
Wie man seinen Rechner hoch und runter fährt, haben wir ja bereits besprochen. Heute geht es um das Abonnieren und Lesen von RSS Newsfeeds.
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Auf einer Webseite neu veröffentlichte Artikel, News, Posts werden vom RSS-Reader automatisch abgeholt, sodass der Leser eine weitaus größere Anzahl von für ihn interessanten Webseiten überwachen kann, ohne jeden Tag alle Seiten einzeln besuchen zu müssen, um zu sehen, ob es was Neues gibt, bzw., ob ihn dieses Neue überhaupt interessiert. Er kann gezielt dann hingehen, wenn der Reader einen neuen, für ihn interessanten Beitrag anzeigt, bzw. sich ganz auf das Lesen des Beitrags im Reader beschränken. Das heißt: Weniger lesen, mehr relevante Informationen. |
Um die hier erscheinenden Artikel zu abonnieren, einfach das Feed-Icon hier oder in der Menüleiste anklicken.
Im Reader (sieht im Allgemeinen so aus, wie ein Mailprogramm) kann man individuelle Listen der Feeds zusammenstellen, über die man auf dem Laufenden gehalten werden will. In frei einstellbaren zeitlichen Abständen werden alle eingetragenen Feed-Links auf neue Nachrichten geprüft. Neue Einträge werden in die Feed-Liste eingetragen.
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- Microsoft Outlook, E-Mail-Programm mit integriertem Feedreader (ab Version 2007)
- Windows Internet Explorer, Browser mit integriertem Feedreader (ab Version 7)
- Mozilla Thunderbird, E-Mail-Programm mit integriertem Feedreader für nahezu alle Plattformen
- Opera, Browser, E-Mail-Programm mit integriertem Feedreader für nahezu alle Plattformen
- Mozilla Firefox, Browser mit integriertem Feedreader bzw. sogenannten Dynamischen Lesezeichen (ab Firefox 1.0)
- Google Reader, Online-Dienst von Google
- Safari, Browser mit integriertem Feedreader für Mac OS X (ab Safari RSS (Version 2.0.1), enthalten erst ab Mac OS X 10.4 Tiger)
Weiterführende Links:
RSS kurzgefasst
Häufig gestellte Fragen zum Thema RSS
Liebe SEO-Prinzen,
das ist Elena D. Sie sieht nicht nur gut aus. Sie ist auch noch korrekt, ehrlich, verlässlich, klug und vor allem sehr liebevoll. Außer in einigen wenigen Ausnahmefällen im Affekt hat sie nie einer Fliege was zu Leide getan.
Doch Elena D. hat ein Problem:Sie sitzt seit fast einem Jahr in der Sandbox. Seht sie Euch mal gut an - und dann holt sie da raus! http://www.elenadoria.eu/ Unter den erfolgreichen Befreiern wird ein Zimmer mit eigenem Bad (1 Wochenende), 200 m vom freien Strand in Ostia Lido, Rom, verlost. (Ist das lustig, so ein eigenes Blog! Warum habe ich damit nicht schon früher angefangen?) |
Seit ein paar Wochen ist der Schweizer Anbieter Contaxe aktiv.
Ich habe mich probeweise auch mal angemeldet und ein Text-Highlighting-Script eingebaut.
Beim Text-Highlighting werden statische Wörter einer Seite mit einem Link hinterlegt. Fährt ein Besucher mit der Maus über den Link, öffnet sich ein kleines Popupfenster mit Werbeinformationen innerhalb der Seite. Sowohl der Link hinter dem Wort als auch ein Klick in die Popupbox führen zur Zielseite.
Und so siehts in der Praxis aus:

Das Script findet 3 x das Adjektiv “liebe” im Text. Wenn man mit der Maus drüber fährt, öffnet sich ein Werbepopup einer Single-Community. Sehr kontextsensitiv. Liegt sicher daran, dass es in dieser Anfangsphase noch ziemlich wenig Inserenten gibt.
Mal sehen, was dabei rauskommt.
Ich benutze nofollow. Allerdings nur für bestimmte einzelne Links. Ich entscheide mich bei jedem ausgehenden Link, ob ich eine Seite, ein Projekt fördern will, oder nicht (ich lass mich hinsichtlich der Frage, ob das so klug ist, gerne eines Besseren belehren!).
Für die Kommentare habe ich das DoFollow Plugin installiert. Bei Ja-das-sehe-ich-auch-so-Kommentaren kann ich ja immer noch reagieren. Bisher werde ich mit Kommentaren sowie nicht gerade überhäuft.
Frank Schräpler vom Seo Marketing Blog hat jetzt ein interessantes Experiment gestartet, das heraus bringen soll, ob überhaupt und wenn ja wie, sich Nofollow Links auf das Ranking auswirken.
Eine Art Nofollow Google Bowling. Dazu braucht er viele Nofollow Links; wird er hoffentlich kriegen.
Wieder mal fast 3 Monate rum seit dem letzten PR-Update; das nächste steht vor der Tür. Allerdings sind die Karten ganz neu verteilt worden: Wir können den PageRank unserer Seiten jetzt nämlich laut Pagerankupdate.info selbst bestimmen.
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… einfach Ihre Domain und den gewünschten Pagerank angeben. Nach dem Absenden des Formulars erhalten Sie ein XML-Dokument zum Download. Dieses müssen Sie lediglich in ihr Rootverzeichnis der jeweiligen Domain legen. Sobald der Google-Bot das nächstemal vorbeikommt wird er ihre Seite und den gewünschten Pagerank für das nächste Update vormerken. |
Das klingt total vernünftig, Jungs. Prost!
Matt Cutts, einer der strategischen Obergoogles, hat auf irgendeiner Konferenz folgende “Whitehat SEO Tips for Bloggers” vom Stapel gelassen (im NanoPub gefunden; die Autoren werden hoffentlich nichts dagegen haben).
Ich freue mich, alles (außer 7) richtig gemacht zu haben, ohne gewusst zu haben, dass man es so richtig macht:
1 - Weblog nicht im Rootverzeichnis der Domain ablegen.
2 - Das Verzeichnis, in dem das Weblog liegt, nicht “Wordpress” nennen.
3 - Am besten Bindestriche für sprechende URLs verwenden.
4 - Alt-tags für Bilder benutzen.
5 - Keywords auf natürliche Art und Weise einsetzen.
6 - Datum der Artikel leicht auffindbar machen.
7 - Aussehen des Blogs auf einem Handy/iPhone prüfen.
8 - Unvollständige Feeds anbieten, um die Page Views zu erhöhen, vollständige, um loyale Leser zu erhalten.
9 - Standarddienste anpingen
10 - Linkstruktur vereinheitlichen (www- und nicht-www-Links nicht vermischen).
11 - Im Fall eines Domain-Umzugs Permanente Umleitungen (301) benutzen.
12 - Keine Datumsangaben in den URLs benutzen.
13 - Bei einem Hosterwechsel warten, bis der Googlebot und neue Besucher kommen, bevor die alten Seiten abgeschaltet werden.
14 - AdSense mit Section Targeting benutzen.
15 - FeedBurners MyBrand-Feature benutzen.
Die Geschichte hat seinerzeit wahrscheinlich jeder mitgekriegt. Das Übersetzerportal berichtete Ende April 2004 über den Fall: Der Übersetzer verdiente 1998 in einem Jahr 346 000 Franken.
Jetzt ist er wieder da, mit 286 000 Franken im Jahr, ist krank und fordert Lohnfortzahlung. Sieht so aus, als bekäme er Recht.
Gönnen wir ihm!
Prost!
[Update 06.03.08 - Die Sache ist entschieden: Albanisch-Übersetzer fordert Lohnfortzahlung]
Die Süddeutsche hat mal wieder ein paar Sprachpannen aus aller Welt veröffentlicht.
Milchkaffee = Morgenlatte wurde angeblich in Emmerich gefunden.
(Foto: Langenscheidt-Verlag)
(Wenn hier von Suchmaschinenoptimierung die Rede ist, geht es um die Optimierung selbstverzapfter Dienstleister-Webpräsenzen, Einzelunternehmer-Webpräsenzen mit 5-10 Unterseiten (Profil, Service, Preise, Kontakt,…) für einen Suchmarkt mit ca. 1 Mio. bis 5 Mio Konkurrenten: Den Suchmarkt für Übersetzer einer bestimmten Sprachkombination, der dummerweise für alle Sprachkombinationen von denselben Anbietern allgemeiner Sprachdienstleistungen beherrscht wird. In Mailinglisten, Korrespondenz, Gesprächen habe ich mehrfach den schwachsinnigen Einwand zu hören bekommen, dass die Qualität der Google-Suchergebnisse sowieso schlecht sei. Wahr ist: Die Qualität der Angebote auf diesem speziellen Suchmarkt ist schlecht! Grausam schlecht, und das ausgerechnet bei Anbietern, die den ganzen Tag am Rechner sitzen und ihre Geschäfte fast ausschließlich über das Netz abwickeln.)
Wir fangen also bei 0 (Null) an:
Unter OnPage-Optimierung versteht man alle Maßnahmen, die an der Struktur und den Inhalten der einzelnen Seiten einer Webpräsenz vorgenommen werden, um diese für Suchmaschinen indizierbar zu machen. Ziemlich förderlich ist dabei ein den Webstandards entsprechendes Webdesign.
Anders als beim Webdesign mit Tabellen-Layouts werden beim Webdesign mit Webstandards grafische Informationen in ein externes Style Sheet ausgelagert, so dass Suchmaschinen, die den Quellcode der Seite auslesen, fast nur relevanten Text zu lesen bekommen - und das haben sie gerne.
Im Quelltext des HTML-Dokuments werden Container für Texte, Menüs usw. definiert. Im Style Sheet werden diese Container ausgerichtet, Schriften, Überschriften, Absätze, formatiert, Hintergründe, Farben definiert. Änderungen im Style Sheet wirken sich auf alle Seiten aus. Wer also das Layout einer Webpräsenz mit 10 Unterseiten verändern möchte, muss nicht jede Unterseite einzeln bearbeiten, sondern lediglich die entsprechenden Änderungen im Style Sheet vornehmen.
Das Erstellen von Webseiten mit Cascading Stylesheets (CSS) lässt sich genauso schnell erlernen, wie der Umgang mit gängigen grafischen Editoren. Das Internet ist voll von lizenzfrei verwendbarem Code und entsprechenden Einführungen in CSS und Anleitungen zur Anpassung des Codes an den eigenen Bedarf.
Zum Lernen bestens geeignet sind die Templates der Layout Gala. Bei Dr.Web gibts eine Liste von 22 Seiten mit kostenlosen Layouts. Im CSS Zengarden kann man sich durch Hunderte von Designs klicken.
(Das Layout von adatrad.com basiert auf dem 3 Col Flanking-Entwurf von BLUEROBOT.COM. Es besteht aus einer oder mehreren zentralen Content-Boxen, die sich in der Breite der Fenstergröße des Browsers anpassen und links und rechts von einer Menü-Box und einer Subcontent-Box mit fester Breite flankiert werden. Im Quelltext finden Suchmaschinen zuerst den Text der zentralen Content-Box und erst danach den der links und rechts davon stehenden Menü-/Subcontent-Boxen.)
Neben der Suchmaschinenfreundlichkeit hat das Webdesign mit CSS noch einen weiteren Vorteil: Web4All - Barrierefreies Internet.
Webdesign und Suchmaschinenoptimierung: nofactory.eu
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