SPIEGEL-ONLINE hat die “nervigsten Sprachmonster der Internet-Welt” wählen lassen.
Dass “Voipen” (Telefonieren über das Internet, von “Voice-over-IP”) und “Funzen” (für Funktionieren) in der Liste ganz oben stehen, ist ja nachvollziehbar. Warum allerdings das “Web 2.0″ den ersten Platz belegt (weil keiner weiß, was das ist?) und die “Netiquette” den 4. (weil sich keiner mehr dran hält?), leuchtet nicht so ganz ein.
Na ja, ist ja auch nicht gerade ein webzweinulliger Webauftritt.
Was ein Blog ist, erklärt SPIEGEL-ONLINE so:
Blog: Sie [Blogs] sind keine Internet-Tagebücher. Sondern: Oft von Privatleuten geführte Internet-Publikationen.
Eine gute Möglichkeit themenrelevante Backlinks zu generieren sind Artikelverzeichnisse. Ein Artikel von 300 Wörtern weist natürlich ein weitaus besseres Content/Link-Verhältnis auf, als eine weitgehend textfreie Liste zahlreicher ausgehender Links der Unterseite eines Webkatalogs.
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Im Prinzip gelten die gleichen Kriterien wie für normale Webkataloge:
- PageRank der Startseite
- Statische Links
- Statische URL
- Kategorientiefe
(Achtung: Nicht wenige Artikelverzeichnisse weisen bereits so viele ausgehende Partnerlinks auf, dass die in den Artikeln selbst gesetzten Backlinks nur noch einige unter vielen sind.)
Jan Detlefsen, tonsai-media.de, hat Google Coop (was ist das denn?) mit über 400 URL von Artikelverzeichnissen gefüttert. Nach Eingabe seines Keywords findet man die Verzeichnisse, die für dieses Keyword die vorderen Suchmaschinenpositionen belegen.
Eine Liste der nach seinen dort erläuterten Auswahlkriterien besten 20 aktuellen Artikelverzeichnisse hat Mark Breuer in seinem empfehlenswerten SEO Blog zum Thema Linkbuilding & Linkaufbau veröffentlicht.
Google stellt mit Google Coop seinen Suchalgorithmus für den Aufbau einer eigenen Maschine zur Verfügung. Mit dem Google-Marker, einer Schaltfläche für Opera, Firefox und den Internet Explorer, kann eine gerade geöffnete Seite mit einem Klick in den Index aufgenommen bzw. aus dem Index ausgeschlossen werden.
So kann man ziemlich bequem einen eigenen fachspezifischen/themenspezifischen Index aufbauen und die entsprechende Suchfunktion auf seiner Seite anbieten. Ein (zugegebenermaßen noch etwas ausbaubedürftiges) Beispiel dafür ist die Suchfunktion des Übersetzer-Verzeichnisses online-freelancer.org.
Ein vieldiskutiertes Phänomen, über das keiner genaues weiß und das von Google weder eindeutig dementiert noch eindeutig bestätigt wird, ist die Google Sandbox.
Betroffen sind neu registrierte Domains. Angesichts der Größe und des rasenden Wachstums des Google-Index und sicher auch, weil es sehr viele sehr kurzlebige Webangebote gibt, landen neue Domains heute erstmal für bis zu 1 Jahr und länger in der sogenannten Sandbox, d. h., sie werden, solange sie da drin sind, für starke Keywords gar nicht gelistet.
Ich selbst werde momentan mit 2 von mir betreuten Webprojekten auf die Sandbox-Folter gespannt. Beides neu registrierte Domains (September 2006, März 2007), beide ranken für Long Tail Keywords, aber nicht für härter umkämpfte Suchbegriffe (mehr als ~1.000.000 Suchergebnisse).
internetmarketing-news.de fasst den Stand der Dinge wie folgt zusammen:
- die Sandbox betrifft neue Domains
- ein Filter muss zum Tragen kommen damit die Sandbox zuschlägt
- alle neuen Seiten kommen in eine “Probe-Kategorie”
- die Zeit soll zeigen wie die User auf eine neue Seite reagieren und Links gesetzt werden
- keine Verbindung zu AdWords oder ähnlichem
- die Probezeit kann von 6-12 Monate variieren
- es gibt Ausnahmen wenn Seiten Qualitäts-Backlinks erhalten
Offenbar ist die Google Sandbox keine eigenständige Komponente des Google Algorithmus, sondern ein Effekt, der durch das Zusammenwirken zahlreicher anderer Algorithmen zustande kommt.
Yi Shi [webmaster-verzeichnis] gibt u. a. folgende Tipps zum Umgehen der Sandbox:
Linktext variieren
Keine hart umkämpften Suchbegriffe wählen
(Die Bewegungen bei härter umkämpften Suchbegriffen/Suchphrasen (mehr als 1.000.000 Suchergebnisse) werden von Google strenger überwacht.)Keine starken Links setzen
Langsamer natürlicher Linkaufbau
2 – 3 Links pro Monat reichen für den Anfang (für eine Übersetzer-Webpräsenz) völlig aus.“Die beste Maßnahme gegen den Sandbox Effekt ist aber immer noch, eine Domain im voraus zu registrieren und Monate später erst das eigentliche Projekt draufzupacken …” (den kannte ich auch noch nicht!)
Google selbst findet die Spekulationen offenbar lustig: Irgendwo habe ich gelesen, dass der Volleyballkäfig auf dem Campus unter Mitarbeitern neuerdings “die Sandbox” heißt.
Zur Beratung des Sonderberichts Nr. 9/2006 des Europäischen Rechnungshofes über Ausgaben für Übersetzungsleistungen bei der Kommission, beim Parlament und beim Rat im Europaausschuss und im Haushaltsausschuss des Bundestages erklären der Vorsitzende des Unterausschusses zu Fragen der Europäischen Union im Haushaltsausschuss, Klaus-Peter Willsch MdB, und der europapolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Stübgen MdB:
“90 von 493 Millionen EU-Bürgern sprechen Deutsch als Muttersprache. Deutsch ist damit die meistgesprochene Muttersprache in der EU. Seit dem Beitritt der mittel- und osteuropäischen Länder ist Deutsch mit rund 63 Millionen Sprechern – nach dem Englischen – die zweitwichtigste Fremdsprache in der EU.
Leider ist es in den vergangenen Monaten wiederholt vorgekommen, dass wichtige, für den Deutschen Bundestag beratungs- und entscheidungsrelevante EU-Dokumente überhaupt nicht oder nur unvollständig in deutscher Sprache vorgelegt worden sind. Die Europäische Kommission kommt damit Ihrer rechtlichen Verpflichtung nicht nach, alle Dokumente in der Arbeitssprache Deutsch vorzulegen.
Die vollständige Übersetzung aller beratungs- und entscheidungsrelevanten EU-Dokumente ist jedoch Grundvoraussetzung für die ungehinderte Erfüllung des Mitwirkungsauftrags des Deutschen Bundestages in EU-Angelegenheiten, wie sie in Deutschland das Grundgesetz für den Bundestag vorsieht.
An der derzeitigen Übersetzungspraxis der EU ist insbesondere zu kritisieren, dass die Entscheidung für oder gegen eine vollständige Übersetzung eines Dokuments nach rein formalen Kriterien erfolgt, die politische Bedeutung eines Dokuments dabei aber nicht beachtet wird.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird die Bundesregierung weiter in ihrem Bemühen unterstützen, bei der Europäischen Kommission die Übersetzung sämtlicher Dokumente in die deutsche Sprache durchzusetzen. Hierfür sind bei der Aufstellung des Gesamtshaushalts 2008 der EU durch Umschichtungen angemessene Mittel für Übersetzungen einzustellen.
Der Unterausschuss zu Fragen der Europäischen Union hat mittlerweile 26 EU-Vorlagen mit 2271 englischen bzw. französisch-sprachigen Seiten zurückgewiesen. Wenn die Kommission nicht in der Lage ist, das Problem zu meistern, muss ein alternativer Weg beschritten werden. Der Deutsche Bundestag könnte dann selbst entsprechende Übersetzungskapazitäten aufbauen und die entstehenden Kosten gegen sonstige Forderungen der Europäischen Union an Deutschland verrechnen.“
nicht wirklich wichtig, aber so heißt es richtig:
Ein LKW, zwei LKW
ein SEO, zwei SEO
ein (der) URL, zwei URL
Der Apostroph ist – wenn überhaupt – nicht für den Plural, sondern für den Genitiv. Im Fall SEO aber auch da falsch [Deppenapostroph]:
“Eines SEOs sorgenfreies Sonntagsmahl.”
Anmerkung für Fachfremde:
Ein SEO ist ein Search Engine Optimizer
(zwei SEO sind zwei Search Engine Optimizer)
111 mal ist der hier kürzlich gepostete Artikel über Long Tail Suchphrasen in den letzten 30 Tagen aus den Google Ergebnislisten heraus aufgerufen worden.

Nicht schwer zu erraten, wie die entsprechende Suchabfrage lautete:
http://www.google.de/search…langer+schwanz…
Auf Platz 4 Die beliebtesten Kuhnamen.
Was das mit Übersetzungen zu tun hat?
Auf den ersten Blick wenig ………
Auf http://uebersetzung.optimus-translation.com liegt ein wirklich lustiges Blogmachwerk der slowenischen Agentur optimus translation mit dem klug gewählten Titel “Übersetzung, Übersetzungen, Übersetzer”, bei dem es um nichts anderes geht, als darum, Suchbegriffe zu stärken. Und daraus machen die auch gar kein Geheimnis.
Prost Jungs, auf Eurem Erfolg!
In einer Studie zur Suchmaschinentauglichkeit der Webseiten deutscher Unternehmen hat die Internet-Agentur Bloofusion 500 zufällig ausgesuchte, deutschsprachige Websites hinsichtlich ihrer Suchmaschinentauglichkeit untersucht. Die Seiten wurden aus der Rubrik „World > Deutsch > Wirtschaft“ des Open Directory Projects (www.dmoz.org) ausgewählt.
Aus der Studie geht hervor, dass nur 12,2% der untersuchten Seiten die Minimalkriterien an eine Seite, die gefunden werden will, erfüllen. (Nur 12,2%? Ich tippe mal, dass freiberufliche Übersetzer gerade mal auf 2% kommen.)
Wen’s interessiert: Hier das PDF zum Download. Steht aber irgendwie wenig drin.
PageRank(TM) ist ein von Larry Page (daher der Name, nicht von Page = Seite), einem der beiden Google-Gründer, entwickeltes System zur qualitativen Beurteilung von Webseiten.
Die Google Toolbar für Firefox und den Internet Explorer zeigt den Pagerank einer aufgerufenen Seite an.

PageRank zieht von anderen Webseiten eingehende Links als Kriterium für die Bewertung der Qualität einer Seite heran. Ein Link von Seite A zu Seite B wird als Votum der Seite A für die Seite B interpretiert, wobei eingehende Links, anders als bei der Auswertung der Linkpopularität, nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ bewertet werden. D. h. ein Link von einer Seite, der selbst ein hoher Wert zugemessen wird, hat ein entsprechend höheres Gewicht. Höheres Gewicht = höherer PageRank, höherer PageRank = höhere Position in den Ergebnislisten(?)
Nicht ganz so einfach: Heute ist PageRank nur noch eines von über 300 Kriterien, die Google zur Bewertung der Relevanz einer Webseite heranzieht. Viele sagen: Nicht mal eines der wichtigsten. Aber nur sehr wenige wollen keinen haben.
Hier die PageRank-Verteilung deutscher Domains – Stand Ende 2006 laut Sistrix.

Grafik: Sistrix