June 4, 2009

Warnung vor Billiganbietern

In den letzten Monaten habe ich geschätzte 30 Angebote erstellt, teilweise auch mit dem potentiellen Auftraggeber telefoniert, und dann den Auftrag aus offensichtlichen Gründen nicht erhalten. Jetzt habe ich mir eine schöne Antwort für solche Fälle einfallen lassen (siehe unten), die vor ein paar Tagen erstmalig zum Erfolg geführt hat.


Sehr geehrte Damen und Herren,

wie mit Ihnen heute schon telefonisch besprochen, sende ich Ihnen in der Anlage eine MSWord-Datei mit der Bitte, mir Ihren Kostenpunkt für die Übersetzung ins Italienische mitzuteilen.

Für Ihre Mühe im voraus vielen Dank.


Guten Tag Herr …,

Die Datei “italienisch.doc” enthält 140 Normzeilen (1 Normzeile = 55 Zeichen), deren Übersetzung ins Italienische wir Ihnen für 210,- Euro anbieten können. Lieferung innerhalb von 3 - 4 Arbeitstagen ab Auftragserteilung.

Freundliche Grüße
D. N.


Sehr geehrter Herr N.,

Vielen Dank für die schnelle Antwort, aber der Preis ist mir leider zu hoch.

Grüße


Sehr geehrter Herr …

dafür haben wir natürlich Verständnis.

Für den Fall, dass Sie Ihren Text einem der zahlreichen, momentan auf den Markt drängenden Billiganbieter anvertrauen und von einer italienischen Hausfrau mit deutschem Ehemann oder einem Schüler übersetzen lassen:
Für das Lektorat, Korrektorat des Ergebnisses werden üblicherweise 40 - 60% des normalen Zeilenpreises berechnet. Allerdings ist in den meisten Fällen die Anfertigung einer neuen Übersetzung der bessere Weg.

Freundliche Grüße
D. N.


Sehr geehrter Herr N.,

vielen Dank für die Info. Ich möchte Ihnen den Auftrag doch erteilen und sende Ihnen anliegend die um einige Zeilen ergänzte Datei mit der Bitte um Übersetzung gem. Angebot.

Mit freundlichen Grüßen


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June 1, 2009

Google-Abstrafung und Entfernung aus dem Google-Index

Letzte Woche habe ich eine nette Mail von Google Search Quality erhalten; dachte erst, da erlaubt sich wieder mal jemand einen Scherz, aber nein: War echt.

“Sehr geehrter Inhaber oder Webmaster von adatrad.com/blog,

Beim Indizieren Ihrer Webseiten mussten wir feststellen, dass auf einigen Ihrer Seiten Techniken angewendet werden, die nicht unseren Richtlinien für Webmaster entsprechen… Wir haben vorübergehend einige Ihrer Webseiten aus unseren Suchergebnissen ausgeschlossen, um die Qualität unserer Suchmaschine zu gewährleisten.”

Wie genau das vor sich geht weiß ich nicht, jedenfalls haben irgendwelche Schweinehunde meine header.php mit angesagten Pharmaprodukten vollgeknallt. Dass Google das nicht gefällt, ist verständlich. Schöner Schreck. Von über 250 Unterseiten waren nur noch 40 im Index: Die statischen Seiten der Domain, die Seiten also, über die uns unsere Kunden finden! Auch nett von Google, dass die nicht gleich die ganze Domain aus dem Index genommen haben. Dann wären wir nämlich erstmal wieder arbeitslos gewesen.

Auf der Website ist die im Quelltext versteckte Sauerei natürlich nicht sichtbar, deshalb kommt man auch von selbst gar nicht so schnell drauf; in den Suchergebnislisten sieht das so aus:

oh oh

Wie ich sehe, bin ich nicht der einzige: Entfernung aus dem Google-Index.

Ich hab das Zeug also wieder rausgelöscht und via Google Webmaster-Tools einen Reinclusion-Antrag gestellt. 3 Tage später war alles wieder okay. Bin beeindruckt!

Allerdings werde ich mich langsam wohl doch mal mit dem Thema Wordpress und Sicherheit beschäftigen müssen.


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May 15, 2009

Synchronisation von Filmen

Was zeichnet eine gute Synchronisation aus?

Aus einem Interview mit dem Geschäftsführer einer erfolgreichen deutschen Synchronfirma auf jetzt.sueddeutsche.de.

Der letzte Film, bei dem es in der öffentlichen Diskussion auffällig viel um die Synchronisation ging, war „Willkommen bei den Sch’tis“. Ist die Synchronisation darin Ihrer Meinung nach gelungen?

Und ob! Die Übersetzung dafür hat Beate Klöckner übernommen, die dieses Jahr völlig zu Recht mit dem deutschen Synchronpreis ausgezeichnet wurde. Sie hat eine komplett neue Sprache erfunden, und damit jeden einzelnen Witz aus dem Original auch in die deutsche Fassung hinübergerettet. Gerade Humor bedarf ja oft nicht nur einer sprachlichen, sondern auch einer kulturell-angepassten Übersetzung. Ohne diese phänomenale Synchronisation wäre ein Film wie „Willkommen bei den Scht’is“ nie in die deutschen Kinos gekommen, geschweige denn so erfolgreich gewesen.”

“Willkommen bei den Scht’is”, Trailer


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May 9, 2009

Umfrage: Entwicklung des Geschäftsjahres 2008

Downturn, Upturn oder Status Quo fragt Global Watchtower.

277 freiberufliche Übersetzer weltweit wurden zum Verlauf des vierten Quartals 2008 befragt. Für 3/4 der Teilnehmer ist das Quartal trotz allgemeiner Krise “gut” oder “zufriedenstellend” verlaufen; eine “große Anzahl” räumte allerdings ein, sich hinsichtlich der Preise unter Druck zu fühlen. Trotzdem gaben mehr als 3/4 der Befragten an, ihre Preise im kommenden Quartal nicht senken zu wollen. Eine Zusammenfassung gibt’s auf der Global Watchtower Website. Registrieren, einloggen und die kostenlose Kopie des Umfrageergebnisses herunterladen.

Via Corinne McKay


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April 16, 2009

Transit Satellite PE? Nein danke!

Transit Satellite PE ist ein Schlag ins Gesicht des Übersetzers, der nicht nur bestohlen, sondern total entmündigt wird.

Vor Kurzem habe ich nach längerer Zeit mal wieder eine technische Übersetzung angenommen, nach noch längerer Zeit von einer Agentur. Weiß auch nicht, welcher Teufel mich da geritten hat: Der Auftrag kam aus der Schweiz, sehr guter Preis, mehrere tausend Zeilen ohne Eile und ein Stoff, den ich im Schlaf runterschreiben kann. Dass die Übersetzung in Transit Satellite gefordert war, habe ich bei der Annahme des Auftrags zwischen Tür und Angel erstmal völlig übersehen; war mir dann aber auch egal. Ich kannte Transit Satellite vom Sehen, hatte, als die Software im Sommer 2001 auf den Markt kam, schon damit zu tun. Da allerdings nicht in meine Sprachrichtung. Alle Kollegen haben geflucht, aber da war es ja deren Problem; diesmal war es meins - und es war eins. Ich bin wirklich beeindruckt von der Geringschätzung, die die STAR Group der Arbeit des Übersetzers entgegenbringt.

Sofort nach der Installation habe ich mich darüber gewundert, dass dieses lausige Stück Software, bzw. die Version, mit der der Übersetzer zu tun hat, seit ihrem Erscheinen vor acht Jahren kein Stück weiterentwickelt wurde. Die Entwicklungsarbeit hat man offenbar allein auf die Hauptsoftware beschränkt.

Es gibt ein einziges für den Übersetzer brauchbares Keyboard Shortcut: [Alt+Einfg] um ein Segment als übersetzt zu markieren (wenn man ziemlich lange in dem auch seit acht Jahren nicht überarbeiteten Benutzerhandbuch ohne Suchfunktion (!) herumklickt, findet man noch acht weitere Shortcuts, von denen aber sechs ein Plus oder Minus der Zehnertastatur enthalten, die ein moderner Laptop natürlich gar nicht hat). Brauchbar ist jedenfalls nur das genannte [Alt+Einfg]. Insbesondere bei technischen Texten mit sehr kleinen Segmenten wird die Übersetzungsarbeit so zu einem einzigen schwachsinnigen Gerühre und Geklicke mit der Maus, da die geforderten Mausbewegungen auch noch so umständlich, wie eben möglich, angelegt sind.

Man kann ein Zieltextsegment z. B. nicht mit einem Klick komplett selektionieren, sondern muss den Cursor vor das erste Zeichen bringen und bei gedrückter linker Maustaste über den gesamten Text des Segments bis hinter das letzte Zeichen fahren, um den Ausgangstext, der auch im Zieltextsegment steht (?) löschen zu können.

Man schreibt also - das ist der schnellste Weg - im Zieltextsegment seine Übersetzung vor den Ausgangstext und lässt nach dem letzten Zeichen den rechten Zeigefinger auf der Entfernen-Taste ruhen, um den Ausgangstext von vorne nach hinten wegzusaugen, bis der Cursor vom abschließenden Tag gestoppt wird, worauf ein nerviges Klingeln hinweist. Nach dem nervigen Klingeln das Satzendezeichen setzen und per [Alt+Einfg] das Segment als übersetzt markieren und - wenigstens das automatisch - mit einem erneuten nervigen Klingeln in das nächste Segment springen.

Bereits vorübersetzter Text wird nicht im zu beschreibenden Zieltextsegment angeboten, sondern erscheint in einem Extrafenster. Statt einer schnellen Tastenkombination ist zum Übernehmen der Übersetzung auch hier die Maus gefordert und man muss per Rechtsklick in diesem Extrafenster das Kontextmenü aufrufen, um darin an die unterste Position zu fahren und “Accept Translation” anzuwählen.

Textformatierungen werden, auch wenn eine komplette Kapitelüberschrift fett ausgezeichnet ist, nur selten automatisch übernommen (wann und wann nicht, habe ich immer noch nicht begriffen), das heißt: Jedesmal den übersetzten Text nachträglich wie oben beschrieben umständlich selektionieren und dann hoch ins Menü, um auf das dicke B zu klicken.

Um abends das Projekt extern zu sichern (was ja bei Übersetzungen von einigen tausend Zeilen ganz empfehlenswert ist, falls der Rechner mal den Geist aufgibt), reicht es nicht aus, das Projekt zu exportieren und die exportierte Datei zu speichern, denn man kann sie nicht wieder importieren, das kann nur die Agentur! Also gibt’s nur eins: Im bei der Installation von Transit selbst angelegten Projektordner das betreffende Projekt aufsuchen, alle Projektdateien einpacken und auf den externen Datenträger oder ins Netz schieben. Wenn man dann auf einem zweiten Rechner ebenfalls Transit installiert und auch dort noch einmal das jungfräuliche Projekt empfängt, kann man die eingepackten Projektdateien über die dort angelegten kopieren, was auch der einzige Weg ist ein Projekt oder Teile eines Projekts an einen Kollegen weiterzugeben.

Auf www.dreckstool.de kann man dieser Schweinerei seine Stimme geben.

Es scheint zwar Möglichkeiten zu geben, dem Schwachsinn Grenzen zu setzen - der ukrainische Kollege Arkady Vysotsky hat ein Makro entwickelt, das es ermöglicht, Transit-Dateien in ein Trados-kompatibles Format umzuwandeln [Download: PlusToyz.zip] - das Beste ist aber sicher, den Müll einfach zu boykottieren, nur - und das kennen wir ja - wenn einer Nein sagt, stehen gleich zehn andere da und schreien Ja.

Übrigens: Mit Sven Baders Mausometer könnt Ihr messen, wieviele Kilometer Eure Maus für eine Transit Satellite-Übersetzung zurückgelegt hat:
www.svenbader.de/…

Und wusstet Ihr, dass es beheizte Mäuse gibt? Gibt es:
www.comfortable-computing.com/…


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February 27, 2009

Prokrastination. Übersetzungen prokrastinieren.

Vor ein paar Tagen habe ich den Auftrag angenommen, ungefähr das gesamte Tourismusangebot des Nordostens Italiens zu übersetzen. Von der Curling-Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo (interessant: Der einzige Ort der Welt, an dem es den speziellen Granit, aus dem der Stone, der Eisstock gemacht wird gibt, ist eine kleine schottische Vulkaninsel 10 Meilen vor der Küste von Ayrshire namens Alisa Craig) über den Treviso-Marathon bis zum Don Carlos in der Arena di Verona ist alles dabei: Ein Honig-Museum in der Po-Ebene (für ein Kilo Honig muss eine Bienenfamilie sechsmal um die Erde fliegen), die Lamon-Bohne, ein Colli Euganei Cabernet Doc zu Käse und Akazienhonig, ein braungebrannter Bademeister, dem die Haare in die Stirn fallen, und jede Menge hohles Gesülze der involvierten Tourismus-Assessoren.

Jedenfalls insgesamt 30 Texte, alle um die 150 Zeilen. Ich habe mir also einen bequemen Fahrplan ausgeklügelt, nach dem ich in aller Ruhe jeden Morgen 300 Zeilen übersetze (das Zeug schreibt man ja so runter), um pünktlich am nächsten Montag zu liefern.

Wenn ich mich morgens, nachdem ich meinen kleinen Legolas in die Schule gebracht habe, mit einer Tasse Tee vor den Bildschirm setze, lese und kommentiere ich natürlich erstmal die wichtigsten Beiträge der von mir abonnierten Blogs, die italienischen und manchmal auch die deutschen Nachrichten, sehe mir die Statistiken meiner Netzprojekte an, begrüße meine Twitter-Follower und werfe einen Blick in meinen Friendfeed, mein Facebook und vielleicht sogar in meine Postfächer. Danach öffne ich dann in einem zweiten Browser-Fenster so langsam schon mal die Datei, an der ich heute arbeiten wollte und das Set an Websites, Glossaren usw., das ich dafür brauche. Gerade geöffnet stoße ich auf den Tweet eines befreundeten Filmkritikers, der die Oscar-Verleihung erwähnt. Eigentlich interessiert mich kaum was weniger als Oscar-Verleihungen, aber diesmal war Mickey Rourke dabei; also kurz losgesurft und nachgesehen, was aus ihm geworden ist. Im nächsten Tweet desselben Followers dann auch noch der Hinweis darauf, dass Werner Herzogs “Mein Liebster Feind - Klaus Kinski” fast komplett auf YouTube steht. Ich koch mir also noch einen Tee und seh mir die ersten drei Teile an, sende zwischendurch immer mal eine unverzichtbare Statusmeldung an Twitter und witzel da ein bisschen mit meinen Leuten rum. Danach kehr ich nochmal zu der drei Stunden vorher geöffneten Arbeitsdatei zurück, um zu checken, was ich da noch vor mir habe, dann wird es auch schon langsam Zeit über das Mittagessen nachzudenken und bei der Gelegenheit noch schnell ein kleines Posting in meinem Küchenblog abzulegen.

“Kein Wunder ist das ja, dass wir an dem Hungertuch nagen”, sagt meine aktuelle Lebensabschnittsbegleiterin und Mutter eines meiner Kinder.

Montag werde ich jedenfalls den Kunden anrufen und versuchen, mit einem Festplattenschaden oder sowas durchzukommen.

Auch die Kollegin Gabriele Zöttl vom für Übersetzer und alle anderen, die mit der deutschen Sprache arbeiten, lesenswerten Über-Setzer-Logbuch äußert sich über das in der letzten Zeit häufig strapazierte, von vielen bereits zum Unwort gekürte Wort Prokrastination, das - und ich glaube, da irrt sie sich - “ein weiterer überflüssiger Anglizismus” sei. Das Wort Prokrastination entstammt dem lateinischen Procrastinatio (Aufschub) und war mir schon vor dem Web 2.0 geläufig. Im alten Rom wurde damit das Aufschieben von Aktionen, insbesondere im militärischen Bereich bezeichnet, die Entscheidung, nicht zu handeln, sondern abzuwarten und mal zu sehen, was passiert und wie die Dinge sich entwickeln.

Von einem Anglizismus kann also keine Rede sein, auch wenn das mit einem sich durch die explosionsartig anwachsende Anzahl an digitalen Freelancern radikal verändernden Arbeitsmarkt entstandene aktuelle Phänomen naturgemäß zuerst in den USA auftauchte.

Und überflüssig ist es auch nicht: Ihr müsst Euch mal ganz frankensteinmäßig im Halbdunkel vor Euren Kindern aufbauen und es mit aufgerissenen Augen ohne Vokale aussprechen PRKRSTNTN, die lachen sich tot. Meine jedenfalls.

Das Buch zum Thema von Ingeborg Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig und Sascha Lobo bei Amzon kaufen:


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Schlechte Übersetzungen bei Hardware und Spielen

February 23, 2009

Bewerbung Einstellungstest Sprachverständnis

Bei Focus online gibt es einen faszinierend dämlichen, gefakten Einstellungstest. Es geht dabei angeblich ums Sprachverständnis. In Wirklichkeit steckt ganz was anderes dahinter. Der “Test” ist eine klassische Klickstrecke, bei der es um nichts anderes geht, als darum, künstlich möglichst viele Seitenaufrufe zu generieren und so die Werbepreise in die Höhe zu treiben.

Optimiert ist der niveaulose Blödsinn, der dafür herhalten muss, für die einträgliche Suchabfrage Bewerbung Einstellungstest, für die wir focus.de natürlich gleich auf den ersten Plätzen unter 250.000 Konkurrenzseiten finden. Was schätzt Ihr denn so, wieviele Seitenaufrufe (jeder Klick ist einer), die damit generieren? Und wieviel bringt ihnen das ein?

Egal jetzt, ich mich also zuversichtlich ans Klicken gemacht und die ersten drei Hürden auch souverän überwunden:

Einstellungstest

Haare - Kopf, Dach - Haus
Vogel - fliegen, Hund - laufen
Garten - Zaun, Schloss - Mauer

Insgesamt 27 Fragen, um ganz durchzukommen muss man 54 (!) mal klicken. Die wären ja auch blöd, wenn sie nach jedem Klick auf “weiter” sofort die nächste Frage servieren würden. Da wird natürlich immer noch einer zwischen geschaltet.

Bei der vierten Frage bin ich dann aber schon gestolpert:

Schule - Graffiti, Kaufhaus - ???

Zur Auswahl standen Diebstahl, Detektiv, Werbung und Kamera. Da habe ich eine zeitlang ziemlich ratlos draufgestiert und mich dann für Werbung entschieden. Falsch!

Bewerbung Einstellungstest

Diebstahl!

Prost, Ihr Pappnasen! Mit Sprachverständnis hat das, was man im Kopf haben muss, um vom Graffito an der Schulhofmauer zum Kaufhausdiebstahl zu kommen, rein gar nichts zu tun, aber das lass’ ich jetzt mal unkommentiert. Ich mag übrigens Graffitis.

Jetzt muss mir nur noch einer damit kommen, dass Graffitis ohne “s” geschrieben werden, dann fang’ ich wirklich an, an mir und meiner sprachlichen Intelligenz zu zweifeln.

Graffito

U-Bahn in Rom, Foto Wikipedia

Pfeil via hosto-Blog


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February 21, 2009

Schlechte Übersetzungen bei Hardware und Spielen

PC Games Hardware sucht die besten Übersetzungsfehler aus Handbüchern und Softwaremenüs von Hardware und Spielen.

Übersetzungsfehler bei PC-SpielenIch selbst bin kein Zocker, habe, obwohl ich seit den frühen 80ern am Rechner sitze, außer ein paar Runden “Prince of Persia” und dem seinerzeit gängigsten Atari-Zeugs, nie gespielt, aber ich kann mir vorstellen, was den Aktiven da teilweise unterkommt.

Bei PC Games Hardware kann man sich durch ein paar lustige Beipiele klicken, in denen “memory clock” und “chip clock” zu Speicher- und Mechanismus-Uhrzeit werden, “Invert Left Stick” mit “Tauschen gelassener Stock” und “Disabled” mit “untauglich” übersetzt wurde.

Prince of Persia kann man inzwischen übrigens auch online spielen: Prince of Persia Flashgame. Übersetzungsfehler sind dabei nicht zu befürchten.



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Internationaler Tag der Muttersprache, 21. Februar

Ja wisst Ihr denn auch, was heute für ein großer Tag ist?

Heute, am 21. Februar ist der 9. Internationale Tag der Muttersprache.
Woher ich das weiß? Aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon natürlich.

Der Internationale Tag der Muttersprache wurde im November 1999 von der UNESCO zum Erhalt der sprachlichen und kulturellen Vielfalt und zur Förderung der Mehrsprachigkeit ins Leben gerufen. Insbesondere Minderheitensprachen mit weniger als 10.000 Sprechern sollen geschützt werden.

Tag der Muttersprache


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EU: Übersetzer und Dolmetscher gehen in Rente

February 20, 2009

EU: Übersetzer und Dolmetscher gehen in Rente

Rund 700 EU-Übersetzer gehen in den nächsten Jahren in Rente. Bis 2015 wird ca. ein Drittel allein der englischen Muttersprachler abtreten. Aber auch Dolmetscher mit Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch als Muttersprache werden bald fehlen.

Einstiegsgehalt 5000 Euro netto! Na, ist das was?

Pfeil via Euronews


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Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. und Bundesverband mittelständische Wirtschaft

Webdesign: nofactory.eu

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