Ein Wort zu Billiganbietern von Übersetzungen vorab…
Über den mechanischen Übersetzungstürken Tolingo habe ich ja schon mehrfach geschrieben, kürzlich auch das Handelsblatt: “75 Prozent der Übersetzer in Deutschland sind Freelancer, die sich bisher in Eigenregie um ihre Aufträge kümmern mussten. Das ist nun anders: Tolingo liefert ihnen ihre Jobs frei Haus”, ist dort in einer Ausgabe vom April 2010 zu lesen. Das ist natürlich, wie so ziemlich alles in dem dort veröffentlichten Artikelchen, völliger Blödsinn: Bis auf einen verschwindend geringen Teil kriegen freiberufliche Übersetzer ihre Aufträge schon immer fast ausschließlich von Agenturen frei Haus geliefert. Wenn das nicht so wäre, würde es Tolingo gar nicht geben.
Genauso blödsinnig ist das Gefasel von neuen Wegen und Konzepten Tolingos (“Die Übersetzerbranche geht online”): Die Automatisierung, nicht nur der internen Abläufe, sondern auch der Auftragsabwicklung selbst, ist weder neu noch einmalig. In den Kommentaren zu den eingangs verlinkten früheren Posts über Tolingo haben sich diverse Agenturen gemeldet, die schon seit Jahren mit der gleichen technischen Ausrüstung ihre Dienstleistungen anbieten. Mehr als ein paar Javascripts und ein bisschen PHP sind nicht erforderlich, um einen Text online einzulesen und unter Berücksichtigung einiger vom Nutzer angegebener und/oder voreingestellter Parameter die Kosten für dessen Übertragung in eine andere Sprache zu berechnen und nach ein paar Sekunden auszuspucken. Das einzig Neue an Tolingo ist das aggressive online-Marketing, das allwöchentliche Bombardement aller möglichen Plattformen und Portale mit Pressemeldungen, die seit mehr als zwei Jahren unermüdlich die Geschichte von der Revolutionierung der Übersetzungsbranche verkaufen, der auch das Handelsblatt aufgesessen ist.
Wer die Kosten für die Optimierungskampagne für die organischen Suchergebnisse, für Linkkauf und AdWords-Werbung für alle erdenklichen Sprachkombinationen (siehe Screenshot links vom 22.08.2010, Suchabfrage Übersetzung Italienisch) einigermaßen einschätzen kann, weiß sowieso, dass da nicht mehr als 50% für den Übersetzer übrigbleiben können, der sich diese 50% allerdings noch mit einem Lektor teilen muss – jaja, die Legende vom Lektorieren… – deshalb machen die Tolingos da auch gar kein Geheimnis draus: “Gut 50 Prozent des Honorars für die Übersetzungsarbeit – von der SMS einer Spanierin an ihren Geliebten für 5,95 Euro bis zum Handbuch eines Exportunternehmens für 15.000 Euro – teilen sich Übersetzer und Korrektor”. Das wären, wenn Tolingo hält, was es in seinen AdWords-Anzeigen verspricht, 2 Cents pro Wort für hochqualifizierte Übersetzungen aus dem Italienischen ins Deutsche.
Laut Handelsblatt haben sich bereits 2.500 Übersetzer mit den paar Cents einverstanden und bereit erkärt, die online-Kampagnen und das “Loft in Hamburg Altona” zu finanzieren, wobei ich davon ausgehe, dass SMS-Nachrichten, Lebensläufe und andere Kleinstaufträge von Privaten, die selbstverständlich ohne Minimumpauschale abgewickelt werden, eher die Regel sind, als 15.000 Euro schwere Übersetzungen technischer Dokumentationen – den Produktmanager möchte ich sehen, der ohne den direkten Kontakt und das persönliche Verhältnis zum Auftragnehmer zu suchen, einen 15.000 Euro-Auftrag vergibt. Mal sehen, wie es weiterläuft. Ob man auf unserem inzwischen extrem engen Markt langfristig ein Bein an die Erde kriegt oder nicht, entscheidet ja nicht die Anzahl der Erstkunden, sondern die Anzahl derer, die wiederkommen. In zwei drei Jahren wissen wir’s.
Ich habe gar nichts gegen die Firma Tolingo, im Gegenteil: Das Guerilla-Marketing mit dem Slogan “Übersetzungen 2.0” beeindruckt mich sogar, das gebe ich gerne zu. Ich habe auch gar nichts gegen Übersetzer, die Aufträge für 2 Cents/Wort annehmen; bevor ich alten Frauen die Handtaschen klaue oder Harz IV beantrage, würde ich auch das tun (möglicherweise tun Tolingo-Übersetzer beides…) – und dem Handelsblatt kann ich nur ein gutgelauntes “Prost, Ihr Pappnasen” senden.
In der größten deutschsprachigen Übersetzer-Mailinglist (1.500+ Mitglieder) äußerte eine Handvoll Kollegen kürzlich ihren Unmut über die ihnen von Tolingo angebotenen Preise und Konditionen, die anderen (irgendwo müssen die 2.500 ja herkommen) haben lieber den Mund gehalten. Ein offenbar ebenfalls ziemlich gutgelaunter Kollege, der hier nicht genannt werden möchte, hat die Sache auf die Schulter genommen, auf die man solche Sachen nur nehmen kann und mir erlaubt, nachfolgenden, in die Liste gesandten “Leserbrief ohne Aussicht auf Veröffentlichung” hier zu publizieren. Wer sich bis jetzt noch nicht totgelacht hat, hat hier noch einmal Gelegenheit dazu:
“Liebes Handelsblatt!
Vielen Dank für Ihren äußerst interessanten Artikel. Wir sind von der Geschäftsidee so begeistert, dass wir daran denken, einen ähnlichen Dienst für Zeitungsverlage und Journalisten einzurichten.
Wir – eine Sekretärin, eine ausgebildete Krankenschwester und ein Theologiestudent – haben zwar ebenso wenige Kenntnisse auf dem Gebiet des Journalismus wie die Betreiber von Tolingo vom Übersetzen, aber Fachkenntnisse sind ja auch gar nicht erforderlich, wie der Erfolg der genannten Firma zeigt.
Ich möchte Ihnen an einem Beispiel kurz schildern, wie wir uns die Funktionsweise vorstellen: Ein Zeitungsverlag braucht einen Bericht über die Eröffnung einer Kunstausstellung oder den Amtsantritt des neuen Bürgermeisters. Dieser Verlag kann diesen Auftrag dann bei uns ausschreiben, und die Journalisten können sich darum bewerben.
Wir wollen aber noch darüber hinaus gehen und das Ganze in Form einer Versteigerung durchführen. Die registrierten Journalisten erhalten eine Mitteilung über einen neu ausgeschriebenen Auftrag und besuchen die virtuelle Versteigerung auf unserer Homepage. Dort beginnt eine Uhr bei 0 Euro zu ticken, wobei der angezeigte Preis allmählich zunimmt – also umgekehrt wie bei einer holländischen Blumenversteigerung. Ist der Zeiger dann z.B. bei 35 Euro angekommen und damit der Auftrag für einen der teilnehmenden Journalisten interessant geworden (z.B. weil die Kunstausstellung gleich bei ihm um die Ecke ist), dann kann er “zuklicken”, um den Auftrag zu erhalten (17,50 Euro für den Journalisten, 17,50 Euro für unsere Firma).*
Wir möchten uns nochmals recht herzlich für diesen Artikel und die darin geschilderte tolle Geschäftsidee bedanken!”
* Ich hab so den Verdacht, der Handelsblattartikel könnte genauso zustande gekommen sein.
Immer wieder tauchen in einer der größeren deutschen Übersetzer-Mailinglists falsche Fragen und falsche Antworten im Zusammenhang mit Facebook auf. Besonders irritierend scheint dabei das Konzept der Facebook-Pages zu sein.
Facebook stellt drei unterschiedliche Kommunikationsplattformen zur Verfügung seiner Nutzer.
Inhalte des Facebook-Profils eines Nutzers bekommen nur diejenigen angemeldeten Nutzer zu sehen, die mit dem Inhaber des Profils “Freundschaft” geschlossen haben, d. h. sie haben in einer privaten Nachricht um die Facebook-Freundschaft gebeten und der Inhaber des Profils hat akzeptiert, oder umgekehrt. Die Anzahl der Freunde ist auf 5000 begrenzt. Alle anderen sehen nur Folgendes.
Die in Facebook-Gruppen abgelegten Inhalte können alle Facebook-Nutzer einsehen, aber nur diejenigen Nutzer, die der Gruppe beigetreten sind, können Beiträge, Kommentare dort ablegen; der Beitritt muss nicht genehmigt werden, dem Gruppengründer stehen aber natürlich diverse Moderationsfunktionen zur Verfügung.
Am interessantesten ist sicher das Konzept der Facebook-Pages. Facebook-Pages sind öffentlich, d. h. jeder, nicht nur der angemeldete Nutzer, kann alle auf einer Facebook-Page abgelegten Inhalte einsehen. Ursprünglich hießen diese öffentlichen Pages Fan-Pages und vornehmlich Personen und Gruppen des öffentlichen Lebens präsentierten sich dort (oder werden dort von anderen, die die entsprechende Page angemeldet haben, präsentiert). Zum Beispiel Joseph Beuys.
Aber man muss nicht Beuys oder einer seiner Erben sein, um eine öffentliche Page anzulegen, jeder Facebook-Nutzer kann mehrere eigene Pages anlegen und veröffentlichen. Firmen, Organisationen, Vereine, Parteien, Geschäftsleute, Dienstleister betreiben heute Facebook-Pages und heute wird der Begriff Fan von FB ausdrücklich nicht mehr verwendet, um eben auch unbedeutendere Menschen zum Anlegen einer öffentlichen Page für ihre Projekte, Geschäfte zu animieren.
Auch Übersetzer und Dolmetscher können natürlich Pages anlegen, veröffentlichen und entsprechende, dorthin zielende Werbung schalten. Hier als Beispiel eine unserer Facebook-Pages, die allergings, obwohl bereits vor 2 1/2 Jahren schon vorsorglich registriert, (immer noch) leer ist, da unsere bei Facebook geschaltete Werbung auf entsprechende eigene Websites verweist: adatrad Facebook-Page. Man kann da natürlich eine Menge mehr über sich, sein Projekt, sein Angebot erzählen, Bilder, Videos usw. hochladen, sicher interessant auch für Anbieter die keine eigene Website betreiben.
Die Werbe-Ads (Beispiel links) erscheinen in der rechten Spalte von Profilen, Gruppen und Pages. Man kann ein 110 x 80 Pixel großes Bild hochladen, einen Titel und einen Beschreibungstext von 135 Zeichen vergeben. Das Keyword-Prinzip funktioniert hier umgekehrt, basiert auf dem, was der Besitzer eines Profils dort so von sich gibt, bzw. auf dem, was in einer Gruppe von den angeschlossenen Mitgliedern zum Besten gegeben wird. Man kann die Zielgruppe also sehr genau definieren, d. h. sehr genau festlegen, wo und wem die Werbung angezeigt werden soll. Das macht die Sache (im Moment noch) ziemlich preisgünstig und effektiv.
Viele sind ja fest davon überzeugt, sie wären morgen nicht im Facebook; ich kann mir aber absolut nicht vorstellen, dass ich die in den nächsten Jahren nicht auch alle dort treffen werde. Hat keinen Sinn, fürchte ich. Möglicherweise heißt es morgen nicht mehr Facebook, aber am Prinzip Facebook geht kein Weg mehr vorbei. Kein Zweifel: “Es gibt kein Zurück in die Zeit vor Facebook”.
Lesenswerter Artikel von Katrin Passig: Standardsituationen der Technologiekritik.
Vor ein paar Tagen habe ich den Auftrag angenommen, ungefähr das gesamte Tourismusangebot des Nordostens Italiens zu übersetzen. Von der Curling-Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo (interessant: Der einzige Ort der Welt, an dem es den speziellen Granit, aus dem der Stone, der Eisstock gemacht wird gibt, ist eine kleine schottische Vulkaninsel 10 Meilen vor der Küste von Ayrshire namens Alisa Craig) über den Treviso-Marathon bis zum Don Carlos in der Arena di Verona ist alles dabei: Ein Honig-Museum in der Po-Ebene (für ein Kilo Honig muss eine Bienenfamilie sechsmal um die Erde fliegen), die Lamon-Bohne, ein Colli Euganei Cabernet Doc zu Käse und Akazienhonig, ein braungebrannter Bademeister, dem die Haare in die Stirn fallen, und jede Menge hohles Gesülze der involvierten Tourismus-Assessoren.
Jedenfalls insgesamt 30 Texte, alle um die 150 Zeilen. Ich habe mir also einen bequemen Fahrplan ausgeklügelt, nach dem ich in aller Ruhe jeden Morgen 300 Zeilen übersetze (das Zeug schreibt man ja so runter), um pünktlich am nächsten Montag zu liefern.
Wenn ich mich morgens, nachdem ich meinen kleinen Legolas in die Schule gebracht habe, mit einer Tasse Tee vor den Bildschirm setze, lese und kommentiere ich natürlich erstmal die wichtigsten Beiträge der von mir abonnierten Blogs, die italienischen und manchmal auch die deutschen Nachrichten, sehe mir die Statistiken meiner Netzprojekte an, begrüße meine Twitter-Follower und werfe einen Blick in meinen Friendfeed, mein Facebook und vielleicht sogar in meine Postfächer. Danach öffne ich dann in einem zweiten Browser-Fenster so langsam schon mal die Datei, an der ich heute arbeiten wollte und das Set an Websites, Glossaren usw., das ich dafür brauche. Gerade geöffnet stoße ich auf den Tweet eines befreundeten Filmkritikers, der die Oscar-Verleihung erwähnt. Eigentlich interessiert mich kaum was weniger als Oscar-Verleihungen, aber diesmal war Mickey Rourke dabei; also kurz losgesurft und nachgesehen, was aus ihm geworden ist. Im nächsten Tweet desselben Followers dann auch noch der Hinweis darauf, dass Werner Herzogs “Mein Liebster Feind – Klaus Kinski” fast komplett auf YouTube steht. Ich koch mir also noch einen Tee und seh mir die ersten drei Teile an, sende zwischendurch immer mal eine unverzichtbare Statusmeldung an Twitter und witzel da ein bisschen mit meinen Leuten rum. Danach kehr ich nochmal zu der drei Stunden vorher geöffneten Arbeitsdatei zurück, um zu checken, was ich da noch vor mir habe, dann wird es auch schon langsam Zeit über das Mittagessen nachzudenken und bei der Gelegenheit noch schnell ein kleines Posting in meinem Küchenblog abzulegen.
“Kein Wunder ist das ja, dass wir an dem Hungertuch nagen”, sagt meine aktuelle Lebensabschnittsbegleiterin und Mutter eines meiner Kinder.
Montag werde ich jedenfalls den Kunden anrufen und versuchen, mit einem Festplattenschaden oder sowas durchzukommen.
Auch die Kollegin Gabriele Zöttl vom für Übersetzer und alle anderen, die mit der deutschen Sprache arbeiten, lesenswerten Über-Setzer-Logbuch äußert sich über das in der letzten Zeit häufig strapazierte, von vielen bereits zum Unwort gekürte Wort Prokrastination, das – und ich glaube, da irrt sie sich – “ein weiterer überflüssiger Anglizismus” sei. Das Wort Prokrastination entstammt dem lateinischen Procrastinatio (Aufschub) und war mir schon vor dem Web 2.0 geläufig. Im alten Rom wurde damit das Aufschieben von Aktionen, insbesondere im militärischen Bereich bezeichnet, die Entscheidung, nicht zu handeln, sondern abzuwarten und mal zu sehen, was passiert und wie die Dinge sich entwickeln.
Von einem Anglizismus kann also keine Rede sein, auch wenn das mit einem sich durch die explosionsartig anwachsende Anzahl an digitalen Freelancern radikal verändernden Arbeitsmarkt entstandene aktuelle Phänomen naturgemäß zuerst in den USA auftauchte.
Und überflüssig ist es auch nicht: Ihr müsst Euch mal ganz frankensteinmäßig im Halbdunkel vor Euren Kindern aufbauen und es mit aufgerissenen Augen ohne Vokale aussprechen PRKRSTNTN, die lachen sich tot. Meine jedenfalls.
![]()
![]()
Das Buch zum Thema von Ingeborg Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig und Sascha Lobo bei Amzon kaufen:
In schöner Regelmäßigkeit landen Anfragen wie diese in unserer Mailbox:
Hallo, ich habe einen Brief, den ich gern vom Deutschen ins Italienische übersetzen lassen würde. Der Text umfasst inkl. Anrede und Grußformel 20 Zeilen. Könnten Sie mir bitte schnellstmöglich einen Preis für die Übersetzung nennen? Lieben Dank und viele Grüße …
Viele Kollegen wollen mit derartigen Aufträgen nichts zu tun haben. Ich nehm sie gerne. Alles eine Frage der Handhabung: Klick auf “Reply” und “Send” nach Einkopieren der nachstehenden Standardantwort = 30 Sekunden.
Unsere Minimumpauschale beträgt 50,- Euro. Allerdings würden wir Ihnen empfehlen, sich bei einem derart kleinen Rechnungsbetrag an eine örtliche Übersetzungsagentur zu wenden. Wir müssten Sie um Vorkasse bitten. Rechnung senden wir zusammen mit der Übersetzung.
Bankverbindung, Ust-ID und freundliche Grüße …
In fast 50% der Fälle ist drei Tage später das Geld auf dem Konto. Was dann noch zu tun bleibt, ist meist auch in 15 Minuten erledigt. Das sind nicht selten bis zu 500,- Euro/Monat für 2- 3 Stunden Arbeit!
Okay, wer die nicht haben will …
Viel geredet wird seit einiger Zeit über das Copyright, gerne auch von Leuten, die das Problem gar nicht verstanden haben, weil sie den Lebens-/Arbeitsbereich, in dem das alte Copyright an seine Grenzen stößt und großen Schaden anrichtet, von innen gar nicht kennen. Es gibt ihn ja auch erst seit einigen Jahren.
Hat keinen Sinn, hier darauf einzugehen. Das Thema wird sich früher oder später von selbst erledigen. Wer wenigstens in Ansätzen wissen will, worum es überhaupt geht, kann sich ja mal das Interview mit Lawrence Lessig (mit deutschen Untertiteln), US-Rechtsprofessor und Entwickler der Creative-Commons-Lizenzen [Was ist CC? - Creative Commons] ansehen, der – auch für Außenstehende anschaulich – erklärt, warum die aktuellen Copyright-Regeln schnellstens weggeräumt werden müssen.
Vor einiger Zeit habe ich, zusammen mit einer meiner unzähligen italienischen Freundinnen, einer echten Pasta-Queen, ein kulturhistorisch wertvolles Filmdokument geschaffen und ins Netz gestellt, wo es inzwischen über 10.000 mal angesehen wurde. Für die Tonspur habe ich die Gymnopédie von Satie verwendet, die bei derartigen Anlässen ja fast immer zum Zug kommen. Genauer: Ich habe keine Audioaufnahme, sondern ein im Netz gefundenes Midi*-File benutzt und in eine Audio-Datei umgewandelt. Der Midi-Produzent wiederum hat die eigenwillige Interpretation irgendeines bekannten Pianisten hergenommen und sehr geschickt digitalisiert (für Kenner: Schön wie die frühe Nachhallzeit jeder 1/4-Note aufgeblasen wurde und so das sonst ja eher verschlafene Geklimper rythmisiert).
Wieviel Copyright-Verletzungen stecken da jetzt drin? Wen habe ich geschädigt?
Das Midi-File habe ich irgendwann Mitte der 90er Jahre aus dem Netz geladen. Auf den brillanten Programmierer kann ich leider nicht einmal verweisen. Ich finde ihn nicht mehr. Den Pianisten kenne ich nicht, der GEMA habe ich nicht Bescheid gegeben und die Erben Saties habe ich auch nicht kontaktiert.
* Das MIDI-Protokoll besteht aus Befehlen zur Ansteuerung der Klangerzeuger in elektronischen Instrumenten und Soundkarten. Dazu werden Befehle übermittelt, wie etwa „Note-on“ („Taste für Note x wurde gedrückt“), „Velocity“ („Anschlagsstärke“) und „Note-off“ („Taste für Note x wurde wieder losgelassen“). Diese Anweisungen werden an einen Klangerzeuger (beispielsweise Synthesizer, Soundmodul oder Soundkarte) geschickt, wodurch dann die entsprechenden Klänge hörbar werden.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Musical_Instrument_Digital_Interface]
Immer wieder werden reihenweise URLs maschinenübersetzter Websites in die entsprechenden Übersetzer-Mailinglists geschickt, deren Besuch bei den Kollegen dann Erheiterung, Empörung oder körperliche Reaktionen bis hin zum Erbrechen auslöst. Ganze Webpräsenzen widmen sich allein dem Thema Übersetzungsfehler.
An die 80.000 Unterseiten hat die dort verlinkte Domain depression-guide.com im Google-Index und das ist noch gar nichts; ich habe schon Projekte gesehen, die es auf mehr als eine Million gebracht haben.
Ich hab’s an anderer Stelle
MFA – Made for AdSense schon beschrieben: An der Qualität, weder des Ausgangstextes, noch der Übersetzung, liegt den Betreibern derartiger Projekte gar nichts. Im Gegenteil: Je schwachsinniger der Inhalt, umso größer die Bereitschaft der Besucher, die Seite über die dort geschalteten Pay-per-click-Anzeigen wieder zu verlassen.
Ist natürlich eine Art digitaler Umweltverschmutzung und lange leben derartige Projekte in der Regel nicht, denn irgendwann kommt Google immer drauf und schmeißt sie wieder raus; bis dahin hat man aber meist schon lange das nächste Ding am Start, eine vielversprechende Nische gefunden, entsprechende Texte für 3 Cents pro Wort in Auftrag gegeben, maschinell deren Übersetzung in möglichst viele Sprachen erledigt und den ganzen Müll automatisiert ins Netz gepumpt.
Gesagt werden muss aber auch mal:
Auf dem gleichen Niveau wie diese Übersetzungen sind auch die meisten Übersetzer-Websites, sogar die von Berufsverbänden und offiziellen Adressen, im deutschen Netz: Mit grafischen Editoren selbst zusammengeklickt oder bei einem Kollegen, der ein paar Brocken HTML kann, in Auftrag gegeben, weit entfernt von allen Webstandards, von der von der EU geforderten Barrierefreiheit und von den Google-Richtlinien für Webmaster, Websites, die elektronisch überhaupt nicht oder zumindest nur sehr schlecht verarbeitet und indiziert werden können und sich dem Besucher auf dem Niveau fotokopierter Visitenkarten präsentieren.
Übersetzer und Webmaster gönnen sich gegenseitig also offenbar eher weniger. Der Unterschied: Die einen verdienen einen Haufen Geld damit, die anderen verlieren einen Haufen Geld.
Aber zum Glück gibt’s ja die nofactory, übrigens gerade frisch gestrichen!
Glossare, Wörterbücher, mehrsprachige Terminologie-Listen… Unmengen wertvoller Netzfundstücke, Links zu hilfreichen Ressourcen, werden täglich in die Übersetzer-Mailinglisten gepumpt, wo sie einen Tag später natürlich wieder vergessen sind. Einiges davon versucht die Kollegin @extramittel (Twitter) in einer Mister Wong-Gruppe zu retten; weitere Unmengen sind leider nicht greifbar, weil die Vorteile der öffentlichen Bookmarkverwaltung, wie ich kürzlich staunend erfahren habe, offenbar doch nicht überall überzeugen und viele Übersetzer ihre Lesezeichen lieber auf der eigenen Festplatte speichern. Jetzt ist das Elend vorbei, denn jetzt gibt’s den
Glossary Crawler, eine Suchmaschine für Glossare, Wörterbücher, Terminologie-Ressourcen, die wir in den letzten Tagen montiert und aus den eigenen Beständen bei delicious & Co gefüttert haben.
Und so geht’s:
Google stellt mit Google Coop seinen Algorithmus für den Aufbau einer eigenen Maschine zur Verfügung. Mit dem Google-Marker, einer Schaltfläche für die Bookmarkleisten von Opera, Firefox und den Internet Explorer, kann eine gerade geöffnete Seite in den Index aufgenommen werden.

Nach dem Anklicken der Marker-Schaltfläche erscheint das nachfolgende Pop-up-Fenster (hätte ich fast geschrieben, habe ich zugegebenermaßen auch in Übersetzungen schon geschrieben, aber natürlich erscheint es nicht: “Es wird geöffnet“. Stimmt, danke!):

Maximal 3 Klicks also: Marker-Schaltfläche > Option “Just this page” (!) > “Save”.
(”Include” ist natürlich voreingestellt, “Just this page” nimmt nur die gerade geöffnete Unterseite in den Index auf.)
Mal sehen, ob was brauchbares dabei rauskommt, wenn wir für ein paar Monate jeden Tag den ein oder anderen aus den Mailinglists gefischten oder sonstwo gefundenen URL in den Index aufnehmen. Falls mir jemand seine exportierten Browser-Bookmarks oder in Word- und Excel-Dateien angelegte Lesezeichen-Listen sendet, freue ich mich natürlich; genauso wie über Anregungen, Kritik, Fehlermeldungen. Die Sache steht ja ganz am Anfang.
Vielleicht macht ja auch jemand mit. Anfragen per Email mailto:no@nofactory.eu.
(Der Internet Explorer scheint es bis zur Version 6 nicht auf die Reihe zu kriegen, die Inline-Frames, in denen die Suchergebnisse angezeigt werden, richtig darzustellen und zerschießt mir mein schönes Design. Ich werde aber bestimmt nicht mehr auf Tour durch die Foren gehen und nach Hilfe schreien. Hier kann man diesem Albtraum aller Webdesigner seine Stimme geben: www.dreckstool.de.)
Neben mehr als 250 nützlichen Links gibt es Checklisten und aktuelle Marktübersichten zu rund 300 Help Authoring Tools, Screen Capture Tools, Screencasting Tools und anderen für Technische Redakteure und Übersetzer nützlichen Werkzeugen. Alle Infos lassen sich auch als Broschüre im PDF-Format herunterladen (ca. 100 Seiten).
Alles was man sonst noch wissen muss, um heile ins Netz und wieder raus zu kommen, gibt’s in Zukunft bei internet-sachen.de.
Ein Beitrag von Mario Nowak
Guido Westerwelle hat sich auf seiner ersten Pressekonferenz als designierter neuer Außenminister der Bundesrepublik Deutschland geweigert, einem BBC-Reporter auf Englisch zu antworten. So weit, so unspektakulär. Was danach geschah, folgte nur der üblichen Dynamik in solchen Fällen: Der politische Gegner echauffierte sich, der Boulevard jubelte, die “Bild” stampfte flugs eine Online-Umfrage aus dem Boden, ob Westerwelle auf seinen Pressekonferenzen Deutsch sprechen dürfe, bei der – wenig überraschend – eine Dreiviertelmehrheit zustimmend votierte. Einen Tag später war der Spuk allerdings auch schon wieder vorbei. Die Videos bei YouTube waren von der Startseite verschwunden, weder “Tagesschau” noch “heute” berichteten mehr darüber, sowieso nicht Sender wie RTL2, wo die so genannten “Nachrichten” ohnehin oft nur die Fortsetzung der Werbung mit anderen Mitteln sind. Auch die “Bild” hatte sich längst wieder anderen Themen zugewandt, zum Beispiel den “Sexy Fashion Weeks” und der Frage, in welchem Outfit Michelle Hunziker wohl “Wetten dass …?” moderieren wird. In Bezug auf Westerwelle stellt sich das Blatt derweil die Frage, ob er nicht einen guten “Superminister” abgäbe.
Da er es nicht getan hat, wird sich letztlich nicht klären lassen, ob und wie gut Westerwelle auf der Pressekonferenz hätte auf Englisch antworten können. Auf den einschlägigen Plattformen kursierte vor der Bundestagswahl 2009 ein Video, das zumindest den Schluss nahe legt, er habe in Sachen Englischkenntnisse durchaus noch Spielraum nach oben. Allerdings soll dieses Video einige Jahre alt sein und Westerwelle hinzugelernt haben. Man muss jedoch kein Prophet sein, um zu ahnen, dass beides – das alte Video mit dem sich sichtlich und hörbar schwer tuenden Westerwelle und das neue mit seinem Auftritt bei der Pressekonferenz – miteinander verquickt werden wird. Verquickungen der ganz üblen Art lassen sich zudem erkennen, wenn man sich einmal ein paar Kommentare zu Westerwelles Pressekonferenz im Onlineangebot der Bild-Zeitung ansieht. »Wird in Moscheen, die sich auf deutschen Boden befinden, auch Deutsch gesprochen?«, heißt es da, oder: »In Deutschland hat man deutsch zu sprechen, noch dazu bei solchen Auftritten wie es hier der Fall war, wem das nicht gefällt, braucht nicht hierher zu kommen, fertig.« Oder: »Kein Haßprediger [sic] soll sich hinter seiner türkischen oder arabischen Sprache verstecken …«
Ebenfalls nicht klären lassen wird sich, ob der BBC-Reporter als Stein des Anstoßes tatsächlich kein Deutsch konnte, ob er eine Dolmetscherin an seiner Seite hatte, ob er Westerwelle nur auf den Zahn fühlen wollte und was sich die BBC im Zweifelsfalle dabei gedacht hat, einen Vertreter ohne Deutschkenntnisse auf diese PK zu schicken. Fakt ist lediglich, dass sich eine Dame erboten hat, Westerwelles Antwort zu übersetzen. Gewertet wird der Auftritt des FDP-Politikers allgemein jedenfalls höchst unterschiedlich. “Bild” stuft Westerwelles Reaktion erwartungsgemäß als “höflich” ein, der “Independent” sieht das naturgemäß anders und breitet als Retourkutsche genüsslich noch einmal Westerwelles Zeiten als “Spaßpolitiker” mit “Guidomobil” und Gastauftritten bei “Big Brother” aus. Kommentator Philip Hensher wiederum hält im selben Blatt dagegen: “Dr Westerwelle was perfectly within his rights to tick off the reporter.” In den diversen Übersetzer-Foren im Netz wurde der Auftritt des BBC-Reporters wahlweise als “höflich” oder “nassforsch” gewertet. Mit einiger Wahrscheinlichkeit wollte die BBC jedoch einfach nur einen O-Ton Westerwelles auf Englisch haben, der keiner weiteren Bearbeitung mit einem Begleitkommentar aus dem Off bedurfte. Ihr Pech war, dass auf der PK anscheinend sonst so wenig los war und so wenig gesagt wurde, dass eine Marginalie plötzlich Nachrichtenwert hatte. Denn völlig losgelöst von der kurzfristig alles überlagernden Episode mit dem BBC-Reporter sollen auch deutsche Journalisten ganz allgemein eine gewisse Inhaltsleere auf der bewussten Pressekonferenz moniert haben. Phoenix-Moderator Gerd-Joachim von Fallois wird mit den Worten zitiert: “Wir Journalisten sind ja nicht freiwillig hierher gelaufen, sondern von der FDP eingeladen worden. Wenn Herr Westerwelle aber keine Fragen beantworten will, hätte man sich das auch sparen können.”
Ein Ruhmesblatt war Guido Westerwelles Auftritt also ohnehin nicht unbedingt. Souverän wäre es von ihm gewesen, wenn er sich gegenüber dem BBC-Reporter gar nicht erst in Erklärungen und Rechtfertigungen des Kalibers “Dies ist Deutschland” ergangen hätte. Ein kurzes: “Ich würde es vorziehen, Ihre Frage auf Deutsch zu beantworten – haben Sie einen Dolmetscher dabei?” hätte es auch getan. Noch besser wäre es gewesen, er hätte sich vorab über die akkreditierten Journalisten informiert und entsprechend für Dolmetscher gesorgt. Dass er es am Tag darauf für nötig hielt, ungefragt darauf hinzuweisen, die Präsidiumssitzung der FDP habe “ausschließlich in deutscher Sprache” stattgefunden, macht die Sache auch nicht besser. Wer Westerwelle nicht mag und ohnehin noch nie mochte, stürzt sich jetzt auf diese Lappalie. Natürlich stünde es einem Außenminister in spe gut zu Gesicht, wenn er Englisch sprechen könnte – und am besten natürlich auch noch Französisch, Spanisch, Arabisch, Russisch und Mandarin. Aber nicht vorhandene oder nur mittelprächtige Fremdsprachenkenntnisse machen Westerwelle im Umkehrschluss nicht zwangsläufig zu einer schlechten Besetzung für das Außenamt. Er sollte nur gegebenenfalls der Versuchung widerstehen, künftig mit Macht seine Englischkenntnisse unter Beweis stellen zu wollen. Für Sprachmittlung gibt es schließlich Dolmetscher(innen) und Übersetzer(innen), die etwas von ihrem Fach verstehen.
Dass sich einzelne Medien der angeblichen »Englischfalle« widmen würden, in die Westerwelle getappt sein soll, obwohl er ja gar nicht Englisch gesprochen hat, war eigentlich auch vorher schon klar. Der Grund dafür ist ein ganz einfacher: Es ist so herrlich trivial. Man muss dafür praktisch nichts recherchieren, man muss niemanden interviewen, man muss keine Ortstermine wahrnehmen. Man muss einfach nur die im kollektiven Gedächtnis verankerten alten Anekdoten von Helmut Kohls angeblichem “You can say you to me” (das er nie gesagt hat) und Heinrich Lübkes wörtlichen Übersetzungen (zu denen auch viel hinzugedichtet wurde) herauskramen. Gegenbeispiele fallen dabei gemeinhin unter den Tisch. Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hat einst seinen Sprachmittler mitten im Einsatz von seinen Aufgaben entbunden, weil er merkte, dass dieser Mumpitz dolmetschte. Satt dessen werden die Sprach-Histörchen gern mal mit einer Prise Europa-Skeptizismus garniert. Englisch habe Deutsch in der EU den Rang abgelaufen, heißt es da etwa, und die “Bild” stellt gar die unhaltbare Behauptung auf: “Hierzulande wird immer mehr Englisch statt Deutsch gesprochen”. Tatsächlich rangierte Deutsch als Arbeitssprache in der Europäischen Union noch nie vor Englisch und Französisch, übersetzt und gedolmetscht hingegen wird jede Amtssprache der Mitgliedstaaten immer gleichberechtigt. Dennoch wurden durch die Berichterstattung über Westerwelles Pressekonferenz letztlich nur hüben wie drüben Ressentiments geschürt. Insofern ist es gut, dass sich der Sturm im Wasserglas schnell wieder gelegt hat.
Ich selbst habe mal einen Artikel über den “Starr Report” zur Lewinsky-Affäre um Bill Clinton geschrieben. Zur Erinnerung: Der Untersuchungsbericht war knapp 450 Seiten stark und doch binnen weniger Tage in gleich mehrere Sprachen “übersetzt”, weil er durch eine Maschine gejagt worden war. Entsprechend belustigend waren die Ergebnisse. Da der Bericht öffentlich war, konnte ich problemlos vom heimischen Schreibtisch aus ein paar besonders anschauliche Stellen kopieren und einen kleinen Artikel darüber schreiben. Aber selbst im Studentenstädtchen Germersheim mit all seinen Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern hat das damals keinen Hund hinterm Ofen hervorgelockt. Auch jetzt, wage ich mal zu behaupten, wird das nicht anders sein, wenn es nicht pfiffig angepackt wird. Wie das aussehen könnte, hat Richard Schneider auf uepo.de vorgemacht. Eine weitere Möglichkeit wäre vielleicht, das Westerwelle-Video nach den ersten Passagen mit einem augenzwinkernd vorgetragenen Off-Text zu belegen (”Sparen Sie sich Diskussionen. Engagieren Sie Dolmetscher.”). Das bleibt haften, ist zeitgemäß und birgt zudem nicht die Gefahr, mit den Negativaspekten dieser Episode assoziiert zu werden.
In einer der größeren deutschen Übersetzer-Mailinglists hat eine Kollegin einen Aufruf zur Leserbriefaktion “Guido spricht Deutsch” gestartet, die Kollegen gebeten “diese Chance für unseren Berufsstand zu nutzen” und selbst nachfolgenden Leserbrief an ein Lokalblatt gesendet:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich kann Ihre Schelte nicht verstehen. Herr Westerwelle ist deutscher Muttersprachler und in der eigenen Muttersprache kann man sich nun mal am besten ausdrücken. Ich finde es richtig und gut, dass er darauf besteht, konsequent seine Muttersprache zu benutzen. Für die Übertragung des gesprochenen Wortes sind in dem Fall die qualifizierten Konferenz-Dolmetscher und -Dolmetscherinnen zuständig. Sie sind die Mittler zwischen den Sprachen und Kulturen und haben dafür eine langjährige Ausbildung durchlaufen. Herr Westerwelle kann sich auf seine Antworten konzentrieren und muss nicht auch noch überlegen, wie er das in einer für ihn fremden Sprache ausdrücken muss. Englischkenntnisse sind im täglichen Leben sicherlich von Vorteil. Aber im Geschäftsleben und in der Politik, wo es auf Inhalte und Genauigkeit ankommt, sollte man die Sprachmittlung doch lieber den Fachleuten überlassen!
Dass sein Englisch ganz passabel ist, beweist Guido Westerwelle auf Twitter – okay, die ein oder andere kleine Schwäche seiner englischen Diktion wird man feststellen, aber die hat er ja auch im Deutschen: “Es ist Deutschland hier.”